Gold: Jüngste Marktverschiebungen analysiert

Trotz geopolitischer Spannungen und Inflationsdruck sehen große Schweizer Privatbanken wie die UBP in der aktuellen Goldschwäche eine Kaufgelegenheit und bekräftigen hohe Kursziele.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Geopolitische Spannungen treiben Öl- und Inflationserwartungen
  • Schweizer UBP bekräftigt Jahresziel von 6.000 US-Dollar
  • Anhaltend starke Zentralbankkäufe stützen Goldmarkt
  • Gold notiert deutlich unter Allzeithoch von Januar

Nach dem Scheitern der US-Iran-Gespräche in Islamabad und der angekündigten Hormuz-Blockade durch Washington startet Gold schwächer in die Woche. Große Schweizer Privatbanken sehen darin jedoch eine Kaufgelegenheit.

Hormuz-Blockade verschärft Inflationsdruck

Die gescheiterten Verhandlungen haben konkrete Folgen: Steigende Ölpreise treiben die Inflationserwartungen nach oben und reduzieren gleichzeitig die Hoffnungen auf Zinssenkungen der Fed. Der jüngste US-Verbraucherpreisindex — der erste seit Beginn des Konflikts — zeigt einen Anstieg der Inflation auf 3,3 Prozent, den höchsten Stand seit Mai 2024. Die Märkte preisen nur noch eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember ein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?

Für Gold ist das ein zweischneidiges Schwert. Als Inflationsschutz profitiert das Edelmetall grundsätzlich von steigenden Preisen — höhere Zinsen, die einer Zinssenkungsfantasie entgegenstehen, belasten es jedoch gleichzeitig. Seit Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar hat dieses Spannungsfeld Gold bereits rund zehn Prozent gekostet.

Schweizer Banken kaufen, Ziele bleiben hoch

Während der Kurs nachgibt, greift die Union Bancaire Privée (UBP) gezielt zu. Die Schweizer Privatbank bekräftigte am Montag ihr Jahresziel von 6.000 US-Dollar — und reiht sich damit in ein breites institutionelles Lager ein. Die Kursziele der großen Häuser im Überblick:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?

  • JPMorgan / Wells Fargo: 6.300 USD
  • UBP: 6.000 USD
  • UBS: 5.600 USD
  • Goldman Sachs: 5.400 USD
  • State Street (Bären-Szenario): 4.000–4.750 USD (Wahrscheinlichkeit: 20 %)

Strukturelle Unterstützung liefert die anhaltende Zentralbanknachfrage. Laut World Gold Council kauften globale Zentralbanken im Februar netto 27 Tonnen — allen voran die Nationalbank Polens mit 20 Tonnen, dem größten Einzelmonatskauf seit Februar 2025. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert der Council Käufe von rund 850 Tonnen, nahezu identisch mit dem Vorjahr.

Nächste Impulse kommen aus Washington

Die unmittelbar nächsten Katalysatoren sind die US-Erzeugerpreisdaten für März sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Entscheidend dürfte aber vor allem werden, wie Washington die angekündigte Hormuz-Blockade konkret umsetzt — denn von der Eskalationsdynamik dort hängt ab, ob der Ölpreis weiter anzieht und die Inflationssorgen zusätzlich anheizt. Gold notiert aktuell bei rund 4.749 US-Dollar und damit noch gut zwölf Prozent unterhalb des Allzeithochs von 5.450 US-Dollar vom 28. Januar.

Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 13. April liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Gold

Gold Jahresrendite