Der US-Dollar schwächelt, die Anleiherenditen fallen — und Gold profitiert von beiden Entwicklungen gleichzeitig. Zum Wochenschluss kletterte der Preis auf rund 4.810 US-Dollar, ein Wochenplus von gut einem Prozent.
Hormuz öffnet, Dollar fällt
Die Deeskalation im Nahen Osten löste am Freitag eine Kettenreaktion aus. Mit der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz brachen die Ölpreise um bis zu 14 Prozent ein. Der Dollar-Index DXY rutschte auf ein 7-Wochen-Tief von 98,01 Punkten.
Das kommt Gold direkt zugute. Ein schwächerer Dollar macht das in US-Dollar notierte Edelmetall für internationale Käufer günstiger. Parallel sanken die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 4,22 Prozent — ein weiterer Rückenwind, denn Gold wirft keine Zinsen ab.
PPI unter Erwartung, Fed bleibt vorsichtig
Rückenwind kam auch von den US-Inflationsdaten. Der Erzeugerpreisindex stieg im März um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr — deutlich weniger als die erwarteten 4,6 Prozent. Der Markt interpretierte das als Signal für eine weniger straffe Geldpolitik.
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Fed-Gouverneur Christopher Waller dämpfte diese Hoffnungen allerdings. Er warnte vor möglichen Zweitrundeneffekten früherer Energieschocks. Das CME FedWatch Tool sieht derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 52 Prozent, dass die Leitzinsen bis Ende 2026 unverändert bleiben.
Technische Marken für die neue Woche
Charttechnisch liegt der nächste Widerstand bei 4.900 US-Dollar. Auf der Unterseite bietet das Niveau um 4.750 US-Dollar erste Unterstützung, darunter der 100-Tage-Durchschnitt bei etwa 4.774 US-Dollar.
In der kommenden Woche stehen zwei wichtige Datenpunkte an: die US-Einzelhandelsumsätze für März sowie die S&P-Global-Einkaufsmanagerindizes. Beide liefern frische Hinweise darauf, wie stark die Konjunktur läuft — und wie viel Spielraum die Fed für Zinssenkungen wirklich hat.
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