US-Präsident Donald Trump lobt militärische Erfolge im Iran, verwehrt den Märkten aber den erhofften Waffenstillstand. Eigentlich ist ein solches geopolitisches Eskalationsszenario das klassische Drehbuch für steigende Edelmetallpreise. Stattdessen reagiert der Goldmarkt mit einem spürbaren Ausverkauf und offenbart ein komplexes Zusammenspiel der globalen Krisenherde.
Der ausbleibende Frieden schürt die Sorge vor einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus. Dort stauen sich normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öl- und LNG-Handels. Die unmittelbare Folge sind steigende Energiepreise, die wiederum die globalen Inflationserwartungen anheizen. Notenbanken wie die Fed oder die EZB müssen geplante Zinssenkungen verschieben. Das treibt den US-Dollar nach oben und erhöht die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall. So erklärt sich auch der Rückgang von 5,72 Prozent auf 30-Tage-Sicht, der den Kurs am Mittwoch auf einen Schlussstand von 4.807,20 US-Dollar drückte.
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Historische Parallelen und veränderte Vorzeichen
Dieser anfängliche Preisrutsch bei Kriegsausbruch ist historisch nicht einmalig. Analysten der BNP Paribas verweisen auf ähnliche Muster zu Beginn der Krisen 2008, 2020 und 2022. Damals fiel das Edelmetall zunächst, weil Anleger hastig Vermögenswerte liquidierten, um sichere US-Dollar zu horten. Auf alle drei Phasen folgte später eine nachhaltige Rallye.
Allerdings gibt es im Frühjahr 2026 einen neuen fundamentalen Bremsklotz. Zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren treten wichtige Zentralbanken als Verkäufer auf. Besonders Russland veräußerte zu Jahresbeginn massiv physische Bestände, um sein kriegsbedingtes Haushaltsdefizit zu decken.
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Analysten heben Ziele an
Trotz der kurzfristigen Schwäche geben große Adressen das Edelmetall nicht auf. Wells Fargo hat das Jahresziel für Gold deutlich auf 6.100 bis 6.300 US-Dollar je Unze angehoben, nachdem die alte Prognose bei maximal 4.700 US-Dollar lag. Als Treiber sehen die Experten neben der generellen politischen Unsicherheit auch eine mögliche Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus.
Solange ein Null-Durchfluss-Szenario an dieser entscheidenden Meerenge droht, bleibt der wichtigste Preistreiber für Gold – sinkende Realzinsen – strukturell blockiert. Erst wenn sich die Energiepreise stabilisieren und die Notenbanken wieder geldpolitischen Spielraum erhalten, kann das Edelmetall seine Rolle als sicherer Hafen wieder ungestört ausspielen.
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