Die anhaltende Stärke des US-Dollars zwingt das Edelmetall derzeit in eine Atempause. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten traditionell als Preistreiber gelten, suchen Investoren aktuell lieber Zuflucht in der Weltleitwährung. Parallel dazu schwinden die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed drastisch, was dem unverzinsten Anlageklassiker den Wind aus den Segeln nimmt.
Zinssorgen belasten das Edelmetall
Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Seitwärtsbewegung ist die Neubewertung der US-Zinspolitik. Die Märkte preisen für das laufende Jahr nur noch Zinssenkungen im Umfang von 24 Basispunkten ein – ein deutlicher Rückgang gegenüber den zuvor erwarteten 66 Basispunkten. Diese Entwicklung spiegelt sich direkt in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf Wochensicht verzeichnete Gold ein Minus von 2,44 Prozent und ging am Freitag bei 5.054,90 US-Dollar aus dem Handel. Hintergrund der restriktiveren Erwartungen sind hartnäckige Inflationssorgen, die eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed in diesem Jahr zunehmend unwahrscheinlicher machen.
Ölmarkt als indirekter Taktgeber
Die Inflationsängste werden maßgeblich durch die angespannte Lage im Nahen Osten genährt. Um den Preisdruck am Energiemarkt abzumildern, lockerte US-Präsident Trump am Wochenende kurzzeitig Sanktionen und gab bis zu 128 Millionen Barrel russisches Öl frei. Dennoch bleibt das Risiko einer Eskalation, etwa einer Schließung der Straße von Hormuz, bestehen. Solche Szenarien könnten den Ölpreis laut Bloomberg Economics auf bis zu 160 US-Dollar pro Barrel treiben. Aktuell profitiert von dieser Unsicherheit jedoch primär der US-Dollar als liquider sicherer Hafen, was den in Dollar gehandelten Goldpreis für Käufer außerhalb des Dollarraums verteuert und die Nachfrage dämpft.
Technische Unterstützung hält
Trotz des jüngsten Gegenwinds bleibt die übergeordnete Aufwärtsstruktur intakt. Mit einem soliden Plus von 16,42 Prozent seit Jahresanfang behauptet sich das Edelmetall weiterhin über seinem 50-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 4.991,38 US-Dollar verläuft und eine wichtige charttechnische Unterstützung bietet. Kurzfristig stufen Analysten die Zone zwischen 5.050 und 5.200 US-Dollar als neutrale Handelsspanne ein. Solange der Kurs die Marke von 5.130 US-Dollar nicht nachhaltig überwindet, bleibt das kurzfristige Momentum neutral bis bärisch ausgerichtet.
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