Gold: Nepal verdoppelt Einfuhrzölle

Gold profitiert von fallenden Ölpreisen und geopolitischen Entwicklungen. Ein Zollschock in Nepal treibt die Nachfrage zusätzlich an.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Gold schließt Woche mit Plus
  • Sinkende Ölpreise stützen Edelmetall
  • Nepal verdoppelt Einfuhrzölle auf Gold
  • US-Iran-Abkommen als Schlüsselfaktor

Gold schloss die Handelswoche mit Rückenwind. Sinkende Ölpreise, Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen und ein regulatorischer Schock in Nepal — die Nachrichtenlage der vergangenen Tage zeigt, wie viele Kräfte derzeit auf das Edelmetall einwirken.

Ölpreise und Geopolitik stützen den Kurs

Fallende Ölpreise haben die Inflationserwartungen weltweit gedrückt. Das macht weitere Zinserhöhungen der Fed unwahrscheinlicher — und das wiederum stärkt Gold als zinslose Anlage. Berichte über eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verstärkten den Effekt.

Der Preis kletterte am Freitag auf rund 4.530 US-Dollar je Feinunze. Zum Wochenschluss notierte Gold bei 4.569,90 Dollar — ein Wochenplus von gut einem Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 5,25 Prozent zu Buche.

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Nepal und Türkei als Sonderthemen

In Nepal verdoppelte die Regierung die Einfuhrzölle auf Gold von 10 auf 20 Prozent. Die Folge: Der Inlandspreis sprang am Sonntag um 20.500 Rupien pro Tola nach oben und erreichte ein Rekordniveau von 311.100 Rupien. Ein extremes Beispiel dafür, wie schnell staatliche Eingriffe physische Goldmärkte bewegen können.

In der Türkei plant die Regierung, tausende Tonnen privat gehaltenes Gold ins offizielle Finanzsystem zu überführen. Ziel ist die Stärkung der nationalen Reserven. Ob die Initiative greift, bleibt abzuwarten — ähnliche Programme hatten in der Vergangenheit gemischte Ergebnisse.

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Ausblick: Waffenruhe als Schlüssel

Die entscheidende Variable für die kommende Woche ist eine offizielle Bestätigung des US-Iran-Abkommens. Vizepräsident JD Vance signalisierte zuletzt Fortschritte, die finale Zustimmung des Präsidenten steht noch aus. Hält die Deeskalation, bleibt der Druck auf die Ölpreise bestehen — und damit eine wichtige Stütze für Gold.

Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung bei 4.488 Dollar. Auf der Oberseite markiert die Zone um 4.786 Dollar den entscheidenden Widerstand. Das 52-Wochen-Hoch bei 5.450 Dollar ist noch gut 16 Prozent entfernt — der Weg dorthin führt durch diesen Bereich.

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Über Dieter Jaworski 4542 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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