Starke Nachfrage in Asien, massive Verkäufe in den USA – beim Gold klaffen die regionalen Welten aktuell weit auseinander. Das Edelmetall notiert wieder über der Marke von 4.800 US-Dollar. Parallel dazu blickt der Markt gespannt auf die heutigen US-Konjunkturdaten, die den nächsten Impuls liefern sollen.
Gespaltene ETF-Landschaft
Der März ging für Gold-ETFs als Ausnahmemonat in die Bücher ein. Nordamerikanische Investoren zogen massiv Kapital ab und sorgten für den größten monatlichen Abfluss auf Rekordniveau. Auslöser waren breitere Risk-off-Bedingungen rund um die Operation Epic Fury. Investoren liquidierten Positionen, um rasch Barmittel zu generieren. Hinzu kamen steigende Opportunitätskosten durch einen anziehenden US-Dollar. Die Zinserwartungen verschoben sich drastisch und preisen mögliche Senkungen erst für September 2027 ein.
Im April wendet sich das Blatt leicht. Globale Bestände stiegen laut Bloomberg wieder um rund 20 Tonnen an. Das regionale Bild bleibt indes extrem gespalten. Während US-amerikanische Gold-ETFs im Jahresverlauf Abflüsse von über zwei Milliarden Dollar verzeichneten, sammelten chinesische Pendants 8,1 Milliarden Dollar ein. Asiatische Fonds verbuchten im ersten Quartal sogar Rekordzuflüsse von 14 Milliarden Dollar.
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Makrodaten treffen auf Diplomatie
Neben den Kapitalflüssen rücken heute handfeste Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. Die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (PPI) und der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stehen auf der Agenda. Ein schwächelnder Dollar nahe seines Sechswochentiefs stützt den Goldpreis aktuell. Allerdings rechnet die CME Group mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent damit, dass die Fed den Leitzins im April bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt.
Abseits der Zinspolitik diktiert die Geopolitik das Geschehen. Washington und Teheran streben Berichten zufolge eine zweite Verhandlungsrunde an. Gold hat seit Beginn des Iran-Konflikts rund zehn Prozent an Wert eingebüßt. Höhere Zinsen dämpften die Nachfrage nach dem zinslosen Asset in dieser Phase deutlich.
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Institutionelle Kursziele bleiben hoch
Trotz der jüngsten Abflüsse in den USA halten Großbanken an ambitionierten Prognosen fest. Das institutionelle Lager rechnet mehrheitlich mit einem klaren Sprung über die 5.000-Dollar-Marke. Die aktuellen Jahresendziele im Überblick:
- JPMorgan & Wells Fargo: 6.300 US-Dollar
- UBP: 6.000 US-Dollar
- UBS: 5.600 US-Dollar
- Goldman Sachs: 5.400 US-Dollar
State Street taxiert die Jahresendbandbreite im Basisszenario auf 4.750 bis 5.500 Dollar je Unze. Sollten sich die Ölpreise im Bereich von 80 bis 85 Dollar normalisieren, rückt die 5.000-Dollar-Marke für das Edelmetall schnell in greifbare Nähe. Die heutigen PPI-Daten am Nachmittag liefern den ersten Härtetest für dieses Setup.
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