Gold: Positiv gestimmtes Geschäftsjahr!

Der Goldpreis liegt deutlich unter seinem Allzeithoch. Ein Analyst erklärt den Rückgang mit Liquiditätsdruck und erwartet eine Gegenbewegung, gestützt durch Zinspolitik und geopolitische Spannungen.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Gold notiert über 13 Prozent unter Allzeithoch
  • Analyst führt Rückgang auf erzwungenen Verkaufsdruck zurück
  • Zinspolitik und geopolitische Lage stützen Goldpreis
  • Analyst erwartet Kursanstieg auf bis zu 6.000 Dollar

Der Goldpreis notiert aktuell bei rund 4.772 Dollar je Feinunze — und damit gut 13,5 Prozent unter dem Allzeithoch von 5.416,40 Dollar, das noch im Januar 2026 markiert wurde. Für manche Anleger klingt das nach Verlust. Für andere riecht es nach Gelegenheit.

Wenn Liquiditätsdruck den Preis verzerrt

Nitesh Shah von WisdomTree gehört klar zur zweiten Fraktion. Der Analyst argumentiert, dass sich der aktuelle Rückgang kaum durch fundamentale Faktoren erklären lässt. Steigende Anleiherenditen, ein festerer Dollar, veränderte Terminmarktpositionen — all das zusammen rechtfertige allenfalls einen Rückgang von rund 200 Dollar. Der Rest des Einbruchs sei schlicht erzwungener Verkaufsdruck: Investoren, die Gold nicht aus Überzeugung abstoßen, sondern um anderswo Verluste zu decken und schnell Liquidität zu schaffen.

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Dieses Muster kennt der Goldmarkt. In früheren Krisen folgte auf einen solchen technisch bedingten Ausverkauf oft eine deutliche Gegenbewegung — und neue Hochs. Shah sieht das diesmal nicht anders und spricht unverblümt von einer „ultimativen Kaufgelegenheit“.

Zinspolitik und geopolitische Spannung als Preistreiber

Ein weiterer Baustein in Shahs These: Die Zinspolitik dürfte Gold strukturell stützen. Zentralbanken, die angesichts angebotsgetriebener Inflation — ausgelöst durch Energieknappheit und geopolitische Verwerfungen — die Leitzinsen aggressiv anheben, würden die Konjunktur abwürgen. Wahrscheinlicher sei deshalb eine abwartende Haltung der Notenbanken, was das unverzinsliche Edelmetall attraktiv hält. Das FedWatch-Tool der CME Group signalisiert derzeit eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit für mindestens eine US-Zinssenkung noch in diesem Jahr — ein Umfeld, das Gold tendenziell Rückenwind gibt.

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Geopolitisch bleibt die Lage angespannt. Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht unter Druck, nachdem Washington Teheran vorwarf, Zusagen zur Straße von Hormus gebrochen zu haben. Gleichzeitig sollen heute in Islamabad direkte Friedensgespräche beginnen. Laut JPMorgan wurden seit Konfliktbeginn rund 50 Infrastrukturanlagen am Persischen Golf beschädigt, etwa 2,4 Millionen Barrel Tagesraffineriekapazität sind ausgefallen. Diese Verwerfungen treiben die Energiepreise — und damit die Inflation — weiter an. Ein Umfeld, das Shah zufolge Gold fundamental begünstigt.

Sein Basisszenario für Jahresende liegt bei rund 5.020 Dollar je Feinunze. Bei einer weiteren Eskalation hält er sogar 6.000 Dollar für realistisch. Auf Wochensicht liegt Gold trotz des heutigen leichten Minus bei einem Plus von rund 2,3 Prozent — der zweite Wochengewinn in Folge zeichnet sich ab.

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