Der Goldpreis schießt in die Höhe. Am Dienstagmorgen kletterte der Preis für eine Feinunze um 0,6 Prozent auf 4.474 Dollar. Nur noch knapp 100 Dollar fehlen zum Rekordhoch von Ende Dezember. Die Ursache? Ein explosiver Mix aus geopolitischen Spannungen und veränderten Zinserwartungen.
Das Wochenende hat die Märkte aufgeschreckt: Die USA griffen Venezuela militärisch an und nahmen Präsident Nicolás Maduro fest. Die Operation „Absolute Resolve“ endete mit der Verhaftung des langjährigen Machthabers, der nun in den USA vor Gericht gestellt wird. Iran, Russland und Kuba verurteilten das Vorgehen scharf. Präsident Trump ließ keinen Zweifel daran, dass weitere Aktionen folgen könnten, sollte die neue Führung in Caracas nicht kooperieren.
Anleger flüchten in den sicheren Hafen
Die Reaktion an den Rohstoffmärkten kam prompt. Gold legte allein am Montag um 122,50 Dollar oder 2,84 Prozent zu. Silber schnellte sogar um knapp 8 Prozent nach oben. Drei Tage in Folge verzeichnen beide Edelmetalle nun Gewinne. Das Jahresplus von Gold liegt bereits bei über 60 Prozent – die stärkste Performance seit 1979.
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Die Nervosität der Anleger speist sich nicht nur aus Venezuela. Vor Silvester führte China Militärmanöver rund um Taiwan durch. In der Ukraine startete Russland am Dienstag erneute Luftangriffe auf Kiew, während ukrainische Drohnen russische Grenzregionen attackierten. Trump drohte zudem mit Konsequenzen für den Iran, sollte Teheran sein Atomprogramm wieder aufnehmen.
Zinswende stützt zusätzlich
Parallel zu den geopolitischen Verwerfungen signalisieren US-Notenbanker eine weichere Haltung. Neel Kashkari von der Federal Reserve Bank Minneapolis erklärte am Montag, die Inflation lasse nach. Gleichzeitig bestehe das Risiko steigender Arbeitslosigkeit – ein klares Signal für mögliche Zinssenkungen. Niedrigere Zinsen machen Gold attraktiver, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft.
Trump nutzte das Wochenende außerdem, um seine Ansprüche auf Grönland zu bekräftigen. Das Gebiet des NATO-Partners Dänemark sei aus Sicht der nationalen Sicherheit unverzichtbar, betonte er. Russische und chinesische Schiffe seien überall präsent.
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Silber profitiert doppelt
Besonders dynamisch entwickelt sich Silber. Mit einem Jahresplus von fast 150 Prozent übertrifft das Metall Gold deutlich. Am Dienstag zog der Preis zeitweise um vier Prozent auf 79,37 Dollar an. Nach dem Rekordhoch von 84 Dollar Ende Dezember hatte es zwischenzeitlich Gewinnmitnahmen bis auf 70 Dollar gegeben.
Silber profitiert von zwei Faktoren: Einerseits gilt es wie Gold als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Andererseits ist Silber ein gefragtes Industriemetall für KI-Anwendungen, Robotik und Energietechnologie. Diese Doppelrolle macht das Metall besonders volatil, aber auch chancenreich.
Die Frage bleibt: Wie weit kann die Rallye noch laufen? Mit Tom Barkin, Präsident der Richmond Fed, äußert sich am Nachmittag ein weiterer hochrangiger Notenbanker zur künftigen Geldpolitik. Seine Aussagen dürften die nächste Richtung vorgeben.
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