Der eskalierende Nahost-Konflikt liefert eigentlich das perfekte Umfeld für einen rasanten Anstieg des Goldpreises. Allerdings sorgt genau diese Krise über einen Umweg für erheblichen Gegenwind am Edelmetallmarkt. Die Sperrung der Straße von Hormuz treibt die Ölpreise in die Höhe und zwingt die US-Notenbank Fed zu einer unerwartet harten geldpolitischen Linie.
Inmitten dieser Gemengelage hält sich das Edelmetall erstaunlich stabil. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 5.015,90 US-Dollar verharrt Gold in einer engen Handelsspanne. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Asset dennoch ein solides Plus von 15,53 Prozent. Der ausbleibende Kurssprung trotz des Krieges im Iran überrascht auf den ersten Blick, lässt sich aber durch die veränderten Zinserwartungen logisch erklären.
Zinsfurcht bremst den sicheren Hafen
Die gestiegenen Energiekosten heizen die Inflationssorgen massiv an. Für die heutige Zinssitzung der Fed preisen die Märkte eine Beibehaltung des Leitzinses bei 3,5 bis 3,75 Prozent bereits vollständig ein. Viel entscheidender ist der Ausblick, denn Ökonomen revidieren ihre Prognosen drastisch. Das Beratungsunternehmen EY-Parthenon hält es mittlerweile für denkbar, dass die Notenbank im gesamten Jahr 2026 keine einzige Zinssenkung vornimmt.
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Ein längerfristig hohes Zinsniveau stärkt den US-Dollar. Da Gold in Dollar gehandelt wird und keine laufenden Erträge abwirft, mindert dies die Attraktivität des Edelmetalls für Investoren erheblich. Höhere Kreditkosten neutralisieren aktuell die klassische Schutzfunktion von Gold in Krisenzeiten.
Banken halten an Rekordzielen fest
Ungeachtet des kurzfristigen Gegenwinds durch die Geldpolitik zeigen sich große Finanzinstitute weiterhin optimistisch. Die strukturelle Nachfrage stützt den Markt massiv. Insbesondere Zentralbanken, die ihre Währungsreserven abseits von US-Wertpapieren diversifizieren wollen, treten als große Käufer auf.
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J.P. Morgan prognostiziert bis Ende 2026 einen Anstieg auf 6.300 US-Dollar je Unze. Die Deutsche Bank ruft ein Ziel von 6.000 US-Dollar aus. Damit liegt selbst das bisherige 52-Wochen-Hoch von 5.450 US-Dollar noch deutlich unter den Erwartungen der Analysten.
Die heutige Kommunikation der Fed zum weiteren Inflationsverlauf wird die kurzfristige Richtung vorgeben. Solange der Ölpreis aufgrund der geopolitischen Lage über 100 Dollar je Barrel notiert, bleibt der geldpolitische Spielraum der Notenbank minimal. Hält die wichtige Unterstützung bei 5.000 Dollar nach den Notenbank-Aussagen nicht, droht ein technischer Rücksetzer, bevor die langfristigen strukturellen Treiber wieder greifen können.
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