Der Goldpreis kämpft derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig. Ein volatiles Marktumfeld aus Ölpreisschock, Zentralbankpolitik und dem anhaltenden Iran-Konflikt hält Anleger auf Trab — und das Edelmetall in einem echten Spannungsfeld.
Zwei Monate Verluste, jetzt Stabilisierung
Nach einem Rückgang von fast zwölf Prozent allein im März und weiteren Verlusten im April scheint sich der Goldpreis vorerst zu fangen. Die Feinunze notiert aktuell bei rund 4.620 bis 4.632 Dollar — eine deutliche Erholung gegenüber dem Wochentief. Noch zu Beginn dieser Woche war der Preis um fast vier Prozent eingebrochen, bevor er am Donnerstag mit einem Plus von rund 1,5 Prozent zurückschlug.
Verantwortlich für den jüngsten Aufschwung war vor allem eine Gegenbewegung beim Rohöl. Brent-Futures hatten zuvor ein Vier-Jahres-Hoch von 126 Dollar je Barrel erreicht — ausgelöst durch Lieferunterbrechungen infolge des Iran-Kriegs. Als Gewinnmitnahmen den Ölpreis um mehr als 2,6 Prozent drückten, gewann Gold wieder Boden. Dazu gesellte sich ein schwächerer US-Dollar, dessen Index um 0,8 Prozent nachgab.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Notenbanken als Bremsklotz
Das strukturelle Problem für Gold bleibt die Zinspolitik der großen Zentralbanken. Fed, EZB, Bank of England und Bank of Japan haben zuletzt allesamt härtere Töne angeschlagen — getrieben von energiebedingter Inflation. Die EZB ließ die Leitzinsen zwar unverändert, signalisierte aber, dass eine Anhebung bereits im Juni auf der Tagesordnung steht. EZB-Chefin Christine Lagarde verwies auf die anhaltend hohen Energiepreise als zentralen Inflationstreiber; die Teuerungsrate im Euroraum liegt mit drei Prozent deutlich über dem Zielwert.
Höhere Zinsen verteuern das Halten von Gold, das keine laufenden Erträge abwirft. Kein Wunder also, dass die Bullen trotz geopolitischer Unsicherheiten zögern, sich stärker zu positionieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gold?
Iran-Konflikt: Stütze und Risiko zugleich
Die Straße von Hormus bleibt gesperrt, eine Einigung zwischen den USA und dem Iran ist nicht in Sicht. Trump besteht auf einem Verbleib der Seeblockade bis zu einem Atomdeal — ein Umstand, der Öl hoch und Wachstumserwartungen niedrig hält. Gold profitiert in diesem Umfeld zwar grundsätzlich von der Unsicherheit, verliert aber an Strahlkraft, wenn der Dollar als sicherer Hafen bevorzugt wird und Ölpreissorgen die Inflationserwartungen nach oben treiben.
Das Tauziehen zwischen geopolitischem Rückenwind und geldpolitischem Gegenwind dürfte den Goldpreis vorerst in seiner aktuellen Spanne halten — irgendwo zwischen Erholung und erneutem Abgabedruck.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 1. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


