Gold: Trump-Rede beendet Rally

Eine Rede des US-Präsidenten zum Iran beendet die Gold-Rally und treibt stattdessen Ölpreise und US-Dollar nach oben. Die Unsicherheit lenkt den Fokus auf anstehende US-Arbeitsmarktdaten.

Goldpreis LBMA Aktie
Kurz & knapp:
  • Trump-Rede beendet viertägige Gold-Rally
  • Ölpreise steigen um rund acht Prozent
  • Stärkerer US-Dollar drückt Goldnotierung
  • Fokus verschiebt sich auf US-Arbeitsmarktdaten

Nach vier Gewinntagen in Folge hat der Goldpreis am Donnerstag abrupt den Rückwärtsgang eingelegt. Auslöser war eine Rede von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Konflikt, die neue Unsicherheit an die Märkte brachte. Während das Edelmetall unter Druck geriet, reagierten Ölpreis und US-Dollar mit deutlichen Aufschlägen.

Unsicherheit treibt Öl und Dollar

Trump stellte in seiner Ansprache zwar ein baldiges Ende der militärischen Operationen im Iran in Aussicht, nannte jedoch keinen konkreten Zeitplan. Gleichzeitig kündigte er für die kommenden Wochen extrem harte Angriffe an. Diese unklare Gemengelage trieb die Preise für Nordseeöl Brent und US-Leichtöl WTI um rund acht Prozent in die Höhe.

Parallel dazu wertete der US-Dollar gegenüber dem Euro spürbar auf. Ein stärkerer Greenback macht das in Dollar gehandelte Edelmetall für ausländische Investoren teurer. Dieser Währungseffekt drückte den Spotpreis im Tagesverlauf um über 110 US-Dollar nach unten, zeitweise fiel die Notierung bis auf 4.554 US-Dollar. Einen noch tieferen Rücksetzer verhinderte lediglich eine Meldung aus dem Nahen Osten. Demnach arbeitet der Iran derzeit an einem Protokoll mit dem Oman, um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu überwachen.

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Gemischte Signale der Großinvestoren

Auf institutioneller Ebene zeigt sich derweil ein zwiespältiges Bild. Globale Gold-ETFs verzeichneten im Februar zwar den neunten Monat in Folge Zuflüsse, neuere Berichte deuten jedoch auf erste Kapitalabflüsse und eine wachsende Vorsicht der Anleger hin.

Auch bei den globalen Zentralbanken kühlt das Momentum leicht ab. Sie kauften im Januar mit fünf Tonnen deutlich weniger Gold als im Vorjahresdurchschnitt. Allerdings verbreitert sich die Basis der Käufer: Länder wie Malaysia und Südkorea stocken ihre Reserven nach längerer Pause wieder auf. Trotz des aktuellen Preisrückgangs behauptet Gold seit Jahresbeginn ein Plus von rund sechs Prozent.

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Fokus auf US-Arbeitsmarktdaten

Nach den geopolitischen Turbulenzen rücken nun wieder makroökonomische Faktoren in den Vordergrund. Da die Terminmärkte laut CME-Daten derzeit keine Zinssenkung im April einpreisen, achten Anleger besonders auf die anstehenden Wirtschaftsdaten aus den USA:

  • 3. April: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 4. April: Nonfarm Payrolls (US-Arbeitsmarktbericht)
  • 4. April: US-Arbeitslosenquote und Services PMI

Wegen des Osterfeiertags bleibt der US-Aktienmarkt am morgigen Freitag geschlossen. Sollte sich die Lage an der Straße von Hormus über das Wochenende weiter zuspitzen, dürften steigende Energiepreise die Inflationserwartungen neu entfachen und den Handlungsspielraum der Notenbanken im Hinblick auf künftige Zinsschritte zusätzlich einschränken.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.