Nach einem wochenlangen Ausverkauf und einem Preissturz von fast 17 Prozent meldet sich das Edelmetall zum Quartalsende zurück. Ausschlaggebend für die plötzliche Gegenbewegung sind überraschende diplomatische Signale aus Washington im anhaltenden Iran-Konflikt. US-Präsident Trump signalisiert offenbar Kompromissbereitschaft, was den Markt sofort aufatmen lässt.
Diplomatie und Notenbank-Signale
Zuletzt hatten steigende Ölpreise massive Inflationsängste geschürt. Der Grund dafür liegt in der Straße von Hormuz, die von Teheran faktisch kontrolliert wird. Iran erlaubt die Durchfahrt ausgewählter Schiffe aktuell nur gegen Gebühren in chinesischen Yuan. Nun deuten Berichte darauf hin, dass die US-Regierung den Militäreinsatz beenden könnte, selbst wenn die Meerenge nicht vollständig wiedereröffnet wird. Diese Aussicht trieb den Spotpreis zeitweise um fast zwei Prozent auf rund 4.585 US-Dollar je Unze.
Parallel dazu beruhigte US-Notenbankchef Jerome Powell die Nerven der Anleger. Er betonte, dass die langfristigen Inflationserwartungen verankert bleiben. Das gibt der Fed den nötigen Spielraum, die wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts vorerst zu beobachten, anstatt die Zinsen überhastet anzupassen. Dennoch kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf 4,48 Prozent, da der Rentenmarkt eine tendenziell restriktivere Geldpolitik einpreist.
Analysten rufen neue Rekordziele aus
Während Privatanleger in den vergangenen Tagen netto rund 10,5 Millionen US-Dollar aus dem weltgrößten Gold-ETF abzogen, blicken institutionelle Adressen weit nach oben. Zusätzlichen Rückenwind liefert die US-Regierung mit der geplanten Einführung von pauschalen Importzöllen. Diese Maßnahme erhöht systemische Risiken und macht Gold als Absicherung wieder attraktiver. Große Investmentbanken rufen daher ambitionierte Kursziele für das laufende Jahr aus:
- J.P. Morgan: 6.300 US-Dollar
- BNP Paribas: 6.250 US-Dollar (in der Spitze)
- Wells Fargo: 6.100 bis 6.300 US-Dollar
- Bank of America: 6.000 US-Dollar
Kurzfristig liefern die anstehenden JOLTS-Stellenangebote und ADP-Beschäftigungsdaten in dieser Woche die nächsten Impulse für den Goldpreis. Mittelfristig bleibt die Straße von Hormuz das entscheidende Barometer. Ein rasches Ende der Blockade würde die Energiepreise senken und das Edelmetall weiter stützen, während anhaltende Störungen die Inflation neu anfachen und Gold erneut unter Druck setzen dürften.
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