Gold: Trump-Tweet stoppt Ausverkauf bei 4.359 Dollar

Gold erlebt volatile Tage: Starke US-Arbeitsmarktdaten und ein Tweet von Donald Trump stoppen vorerst den Preisverfall. Zentralbankkäufe stützen.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Trump-Tweet stoppt Gold-Ausverkauf
  • US-Jobdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen
  • Goldpreis fällt auf 4.359 Dollar
  • Chinesische Zentralbank kauft weiter Gold

Der Goldpreis erlebt extreme Tage. Ein robuster US-Arbeitsmarkt treibt die Zinserwartungen nach oben und drückt das Edelmetall tief in die Verlustzone. Ein unerwarteter Tweet von Donald Trump stoppte den Preisverfall vorerst. Das Spannungsfeld für den Rohstoff könnte kaum größer sein.

Nahost-Konflikt und Trump-Intervention

Zunächst schickte die Eskalation im Nahen Osten Schockwellen durch die Märkte. Israel griff Anlagen im Iran an. Die Ölpreise schossen daraufhin in die Höhe. Gold profitierte davon nicht. Ein starker US-Dollar dämpfte die Nachfrage drastisch. Eine Wende brachte erst Donald Trump. Er stellte über soziale Medien einen raschen Waffenstillstand in Aussicht. Daraufhin erholte sich der Goldpreis leicht und notiert aktuell bei rund 4.359 US-Dollar.

Zinswende fällt aus

Der eigentliche Bremsklotz für das Edelmetall bleibt die US-Notenbank. Neue Arbeitsmarktdaten zerstören die Hoffnungen auf sinkende Zinsen. Im Mai entstanden 172.000 neue Stellen in den USA. Analysten hatten nur mit knapp der Hälfte gerechnet. Die Folge: Zinssenkungen rücken in weite Ferne. Goldman Sachs erwartet den ersten Zinsschritt der Fed erst für das Jahr 2027. Marktdaten zeigen aktuell sogar eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Jahresende.

Zentralbanken stützen den Kurs

Dieser geldpolitische Gegenwind zeigt Wirkung auf dem Chart. Auf Monatssicht verlor der Rohstoff fast acht Prozent an Wert. Der Kurs rutschte deutlich unter den 50-Tage-Durchschnitt. Ein völliger Absturz bleibt bislang aus. Das liegt vor allem an den Notenbanken. China kaufte im Mai weitere zehn Tonnen des Edelmetalls. Damit stockt Peking seine Reserven den 19. Monat in Folge auf. Diese massive physische Nachfrage bildet ein Gegengewicht zu den Abverkäufen der Finanzinvestoren.

Kurzfristig dominiert das restriktive Zinsumfeld den Markt. Höhere Renditen bei US-Staatsanleihen machen das zinslose Gold unattraktiv. Richtungsweisende Impulse liefern nun die US-Inflationsdaten am Mittwoch und Donnerstag. Fallen die Verbraucherpreise erneut zu hoch aus, droht ein Test der Marke von 4.000 US-Dollar. Spätestens die Fed-Sitzung Mitte Juni wird den mittelfristigen Trend festlegen.

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