Gold: Turbulenzen vorprogrammiert?

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Starker Dollar, hartnäckige Inflation, schwindende Zinssenkungshoffnungen — Gold steckt in einer ungewohnten Zwickmühle. Ausgerechnet in einer Phase eskalierender geopolitischer Spannungen versagt das Edelmetall als klassischer sicherer Hafen.

Warum Krieg den Goldpreis belastet

Das klingt paradox, lässt sich aber erklären: Der Iran-Konflikt treibt die Energiepreise nach oben, was die Inflation anheizt und höhere Zinsen wahrscheinlicher macht. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, ist das ein direktes Problem. Hinzu kommt, dass fallende Aktienmärkte Händler dazu zwingen können, Gewinne aus Gold zu realisieren — um Liquidität zu schaffen oder Margin Calls zu bedienen.

Die Fed-Entscheidung vom 18. März verstärkt den Druck. Der Leitzins bleibt bei 3,50 bis 3,75 Prozent, und was sich geändert hat: Vor dem Konflikt rechneten die Märkte noch mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr. Inzwischen gilt höchstens eine Senkung im Jahr 2026 als realistisch. Der Dollar kletterte auf Monatshöchststände — ein weiterer Gegenwind für das Edelmetall.

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Zentralbanken sehen eine Einstiegsgelegenheit

Strukturell zeichnet sich ein anderes Bild. Zentralbanken — allen voran aus den BRICS-Staaten wie Brasilien und Indien — betrachten die aktuelle Preisschwäche als strategischen Einstiegspunkt im Rahmen ihrer De-Dollarisierungsstrategien. Die Nettokäufe lagen im Januar zwar bei lediglich 5 Tonnen und damit deutlich unter dem Zwölfmonatsdurchschnitt von 27 Tonnen. Der langfristige Appetit dürfte aber bestehen bleiben.

Kurzfristig bleibt die Erholung fragil. Gold notiert rund 19 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 5.450 USD und kämpft darum, sich oberhalb der 4.400-Dollar-Marke zu behaupten. Ob der Boden hält, entscheidet sich maßgeblich an den US-Einkaufsmanagerindizes, die in dieser Woche veröffentlicht werden — und daran, wie sich der Dollar-Index in den kommenden Wochen entwickelt.

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