Zinspolitik gegen Geopolitik — der Goldmarkt steuert auf eine ereignisreiche Woche zu. Nach einem Rückgang von mehr als zehn Prozent im März, dem stärksten Monatsverlust seit 2013, hat das Edelmetall zuletzt eine Erholungsbewegung eingeleitet. Nun liefern FOMC-Protokolle, BIP-Zahlen und Inflationsdaten den nächsten Belastungstest.
Makrodaten setzen den Takt
Den Auftakt macht heute der wöchentliche ADP-Arbeitsmarktpuls, der jeden Dienstag um 8:15 Uhr ET erscheint. Der monatliche ADP-Bericht für März hatte bereits ein gemischtes Bild gezeichnet: Nur 62.000 neue Stellen im Privatsektor — deutlich schwächer als der offizielle Regierungsbericht, der 178.000 Nonfarm Payrolls auswies, den stärksten Monatszuwachs seit über einem Jahr.
Das eigentliche Schwergewicht folgt am Mittwoch. Die FOMC-Protokolle vom 8. April geben Aufschluss darüber, wie die Fed die aktuelle Lage bewertet. Tags darauf erscheinen BIP-Daten für das vierte Quartal sowie der Kern-PCE-Index für Februar. Laut CME-Group liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im April bei null Prozent — anhaltend hohe Kreditkosten begrenzen das Aufwärtspotenzial bei Gold spürbar.
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Goldman hält an 5.400 Dollar fest
Trotz des März-Einbruchs bekräftigte Goldman Sachs sein Jahresziel von 5.400 US-Dollar je Unze. Das Kernargument: Privatanleger, die Gold als Absicherung gegen Makrorisiken wie fiskalische Nachhaltigkeit und Notenbankautonomie gekauft haben, trennen sich nicht von ihren Positionen. Westliche Gold-ETFs haben seit Anfang 2025 rund 500 Tonnen zugelegt — eine Größenordnung, die sich allein durch Zinssenkungserwartungen nicht erklären lässt.
Goldman erwartet für 2026 eine weitere halbe Zinssenkung der Fed, was dem Goldpreis nach eigener Schätzung rund 120 US-Dollar je Unze an zusätzlicher Unterstützung verleihen würde. Strukturellen Rückhalt liefern zudem Zentralbanken aus Schwellenländern, die ihre Goldkäufe zuletzt erheblich ausgeweitet haben.
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Geopolitik als zweiter Hebel
Parallel läuft die geopolitische Achse. Berichte, wonach Trump seinen Beratern signalisiert haben soll, den Konflikt mit dem Iran beilegen zu wollen, sorgten zuletzt für eine gewisse Entspannung — und drückten die Risikoprämie im Goldpreis. Gold-Juni-Futures eröffneten am Montag bei rund 4.649 US-Dollar, erholten sich im Tagesverlauf aber wieder über die Marke von 4.700 US-Dollar.
Die Datenwoche wird zeigen, welche Kraft stärker zieht: eine Fed, die keine Eile hat, oder eine geopolitische Lage, die trotz Entspannungssignalen fragil bleibt. Mit einem Abstand von rund 14 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 5.450 US-Dollar bleibt der Weg nach oben lang — aber Goldman Sachs sieht ihn als intakt an.
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