Gold: Wachstum impliziert Positivität!

Der Goldpreis legt zu, obwohl sich die Lage im Nahen Osten beruhigt. Grund ist die anhaltende US-Seeblockade und strukturelle Stagflationsrisiken, die das Edelmetall stützen.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldpreis steigt trotz Waffenstillstandsankündigung
  • Anhaltende US-Seeblockade als Preistreiber
  • Stagflationsrisiken stützen strukturelle Nachfrage
  • Uneinheitliche Kapitalströme bei institutionellen Investoren

Der Goldpreis steigt — ausgerechnet weil der Nahe Osten sich etwas beruhigt. Das klingt paradox, ist es aber nicht ganz.

Iran erklärte am Freitag, die Straße von Hormus bleibe während des zehntägigen Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon für den kommerziellen Schiffsverkehr offen. Gold legte daraufhin um mehr als ein Prozent auf über 4.850 US-Dollar je Unze zu. Typischerweise würde eine solche Entspannung das Edelmetall belasten. Diesmal nicht.

Warum Gold trotzdem zulegt

Der Grund liegt in der Lücke zwischen Signal und Realität. US-Präsident Trump begrüßte die Öffnung, bekräftigte aber zugleich: Die Seeblockade iranischer Häfen bleibt „mit voller Kraft“ aufrecht, bis ein Friedensabkommen steht. Ein dauerhafter Deal würde Inflationsrisiken senken und Notenbanken weniger Druck zur Straffung machen — das stützt Gold strukturell.

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Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls passieren die Straße von Hormus in Friedenszeiten. Ölpreise fielen am Freitag um mehr als zehn Prozent. Das mindert kurzfristig den Inflationsdruck. Die Lage bleibt dennoch fragil.

Energieknappheit als Hintergrundrisiko

IEA-Direktor Fatih Birol warnte am Donnerstag, Europa habe noch etwa sechs Wochen Kerosinvorräte. Der Energiehandel steht unter Druck. Steigen die Energiepreise wieder, droht Stagflation — ein Umfeld, das sichere Anlagen begünstigt.

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Gold beendet die Woche mit einem Plus von 0,8 Prozent. Es ist der vierte wöchentliche Gewinn in Folge. Seit Anfang April legte das Edelmetall rund drei Prozent zu, das Allzeithoch vom 29. Januar liegt bei 5.595 US-Dollar.

Institutionelle Investoren agieren uneinheitlich

Das Bild bei den Kapitalströmen ist widersprüchlich. Der GLD-ETF verzeichnet im laufenden Monat Abflüsse von rund 360 Millionen US-Dollar. Die physischen Bestände stiegen dennoch um etwa 4,5 Tonnen. Steigende Kurse bei gleichzeitigen Kapitalabflüssen — das zeigt, wie uneinheitlich Investoren derzeit positioniert sind.

Hinzu kommt: Die Private-Credit-Branche meldet 2026 mehr notleidende Kredite. Die gestiegene Marktvolatilität hinterlässt Spuren. Sollte sich das ausweiten, dürfte die strukturelle Nachfrage nach Gold als Absicherung weiter zunehmen — unabhängig davon, wie schnell die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran vorankommen.

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