Der physische Hunger nach dem Edelmetall ist ungebrochen. Während Notenbanken aus Schwellenländern ihre Reserven massiv aufstocken und geopolitische Krisenherde die Nachfrage anheizen, droht von geldpolitischer Seite Gegenwind. Die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank zwingt Anleger kurzfristig in die Defensive.
Ein wesentlicher Treiber für die langfristige Stabilität des Edelmetalls ist die strategische De-Dollarisierung. Insbesondere die BRIC-Staaten und China diversifizieren ihre Währungsreserven und entziehen dem freien Markt kontinuierlich physisches Material. Diese Nachfrage spiegelt sich auch in globalen, physisch besicherten Gold-ETFs wider, die laut World Gold Council allein im Januar 18,7 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichneten. Flankiert wird diese Entwicklung durch die anhaltende Eskalation im Nahen Osten. Sorgen um die Ölversorgung, speziell durch eine mögliche Blockade der Straße von Hormus, untermauern die Funktion des Edelmetalls als Absicherung gegen makroökonomische Schocks. Auf der Angebotsseite dämpfen zudem geopolitische Hürden und steigende Kapitalkosten die Aussichten auf neue Minenprojekte.
Zinsentscheid als kurzfristige Hürde
Kurzfristig dominiert jedoch die Geldpolitik das Geschehen. Ein anhaltend hohes Zinsniveau in den USA stärkt den Dollar und verteuert Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums. Entsprechend defensiv positioniert sich der Markt vor der anstehenden Zinsentscheidung der Fed am 17. und 18. März. Am Freitag rutschte der Kurs mit einem Minus von 1,56 Prozent auf 5.054,90 US-Dollar ab und näherte sich damit der psychologisch wichtigen 5.000-Dollar-Marke. Trotz dieses Rücksetzers notiert das Edelmetall seit Jahresbeginn noch immer mit gut 16 Prozent im Plus.
Analysten bestätigen Aufwärtstrend
Die großen Investmenthäuser lassen sich von der aktuellen Konsolidierung nicht beirren. J.P. Morgan und die Deutsche Bank prognostizieren eine Fortsetzung des strukturellen Aufwärtstrends und rufen Kursziele zwischen 6.000 und 6.300 US-Dollar bis Ende 2026 aus. ING Think kalkuliert etwas konservativer mit einem Jahresdurchschnitt von 5.190 US-Dollar. Die Weichen für die nächste größere Preisbewegung stellt nun direkt die US-Notenbank am kommenden Mittwoch mit der Veröffentlichung ihrer aktualisierten Wirtschaftsprognosen.
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