Nach massiven Kapitalabflüssen und einem überraschenden Strategiewechsel der russischen Zentralbank wagen sich erste Käufer zurück an den Goldmarkt. Während der Nahost-Konflikt die geopolitische Lage anspannt, rückt nun die Geldpolitik in den Fokus. Ein einziger Auftritt diktiert heute die kurzfristige Richtung des Edelmetalls.
Fed-Chef Jerome Powell tritt am heutigen Montag ans Mikrofon und liefert damit den wichtigsten Impuls der Woche. Die geldpolitische Ausgangslage hat sich zuletzt verschoben: Der Markt preist für das Jahr 2026 mittlerweile keine Zinssenkungen mehr ein. Ein stark gestiegener Ölpreis erschwert den Kampf gegen die Inflation, die hartnäckig über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank verharrt. Signalisiert Powell eine anhaltend restriktive Linie, droht dem Edelmetall durch einen erstarkenden US-Dollar neuer Gegenwind.
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Physische Verkäufe belasten
Abseits der Zinspolitik sieht sich der Markt mit einem strukturellen Belastungsfaktor konfrontiert. Die russische Zentralbank trennte sich allein im Januar und Februar von 14 Tonnen physischem Gold. Dieser Abbau drückte die nationalen Reserven auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.
Parallel dazu ziehen institutionelle Anleger in großem Stil Kapital ab. Seit Beginn der jüngsten Eskalation im Nahen Osten verzeichneten goldgedeckte ETFs Abflüsse in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar. Allein der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Shares, verlor in der vergangenen Woche über 14 Tonnen an Beständen.
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Analysten bleiben langfristig bullisch
Ungeachtet dieser kurzfristigen Hürden leitet das Edelmetall aktuell eine leichte Erholung ein. Mit einem Freitagsschlusskurs von 4.492,00 US-Dollar notiert der Preis zwar noch rund 17 Prozent unter seinem im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch, stabilisiert sich aber an wichtigen Unterstützungsmarken. Große Investmentbanken lassen sich von der aktuellen Schwächephase nicht beirren. J.P. Morgan peilt bis Ende 2026 einen Preis von 6.300 US-Dollar an, während die Deutsche Bank ihr Ziel bei 6.000 US-Dollar belässt.
Fundamental stützend wirken dabei weiterhin ausufernde Haushaltsdefizite der G7-Staaten und die anhaltende physische Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Die Reaktion des US-Dollars auf die heutige Rede von Jerome Powell liefert nun den unmittelbaren Impuls für die nächste Preisbewegung an den Edelmetallmärkten.
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