Ein drohender Führungswechsel bei der US-Notenbank und geopolitisches Rauschen aus Washington bremsen die jüngste Rally des Edelmetalls. Während kurzfristige Händler nervös auf die aktuelle Gemengelage reagieren, formiert sich im Hintergrund ein robuster Boden. Institutionelle Käufer nutzen das Preisniveau knapp unter 4.700 US-Dollar, um ihre Reserven strategisch auszubauen.
Führungswechsel in Washington
Die Federal Reserve hat die Zinsen im März 2026 zum zweiten Mal in Folge unverändert gelassen. Eine Senkung auf der anstehenden April-Sitzung gilt am Markt als unwahrscheinlich. Zusätzlich rückt die personelle Neuausrichtung der Notenbank in den Fokus: Im Mai übergibt Fed-Chef Jerome Powell das Zepter an Kevin Warsh. Der designierte Nachfolger gilt als geldpolitisch strikt, was die Hoffnungen auf baldige und deutliche Zinssenkungen dämpft.
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Zeitgleich sorgte Donald Trump mit widersprüchlichen Aussagen zum Iran-Konflikt für Volatilität. Eine angekündigte Deeskalation bei gleichzeitiger Drohung harter Schläge innerhalb der nächsten Wochen ließ die Nachfrage nach sicheren Häfen schwanken. Erste Anzeichen einer Entspannung im Nahen Osten reduzieren aktuell den Risikoaufschlag beim Goldpreis.
Zentralbanken absorbieren das Angebot
Trotz dieses makroökonomischen Gegenwinds stützen offizielle Institutionen den Markt spürbar. Weltweit erhöhen derzeit 43 Prozent der Zentralbanken aktiv ihre Goldreserven. Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2026 mit lediglich fünf Tonnen Nettokäufen im Januar rechnet die UBS für das Gesamtjahr mit einem Volumen von 800 bis 850 Tonnen.
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Diese Menge würde rund 26 Prozent der weltweiten Minenproduktion aufsaugen, die im Vorjahr mit 3.672 Tonnen einen Rekordwert erreichte und 2026 voraussichtlich nur moderat wachsen wird. Zudem signalisieren mit Malaysia und Südkorea zwei große Akteure nach längerer Pause erneutes Kaufinteresse. Ein struktureller Umschwung hin zu massiven Verkäufen durch Zentralbanken ist laut den UBS-Strategen äußerst unwahrscheinlich.
In der kommenden Handelswoche stehen mit den FOMC-Protokollen, den US-BIP-Daten für das vierte Quartal und den Verbraucherpreisen entscheidende Makro-Daten auf der Agenda. Die Analysten der UBS haben ihre durchschnittliche Preisprognose für 2026 im Zuge der aktuellen Korrektur leicht auf 5.000 US-Dollar gesenkt, halten an ihrem Jahresend-Kursziel von 5.600 US-Dollar jedoch fest.
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