Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen deutlich an Glanz verloren und seit seinem Rekordhoch im Januar über 20 Prozent eingebüßt. Ein überraschender Waffenstillstand im Nahen Osten und die schwindende Aussicht auf Zinssenkungen in den USA haben dem Edelmetall stark zugesetzt. Nun ringt der Markt um eine Bodenbildung, während anstehende Wirtschaftsdaten bereits die nächste Richtungsentscheidung erzwingen könnten.
Ursächlich für den jüngsten Abwärtsdruck ist eine komplexe makroökonomische Gemengelage. Zunächst trieb der Konflikt zwischen Israel und dem Iran die Ölpreise auf fast 108 US-Dollar pro Barrel. Diese teureren Energiekosten fachten umgehend neue Inflationssorgen an. Anstatt als sicherer Hafen gesucht zu werden, litt Gold unter der Reaktion der US-Notenbank Fed. Diese beließ den Leitzins nicht nur bei 3,50 bis 3,75 Prozent, sondern signalisierte für den Rest des Jahres 2026 lediglich eine einzige Zinssenkung.
Mittlerweile preist der Markt über die Fed-Funds-Futures sogar ein Szenario ganz ohne Zinsschritte ein. Da Gold keine Zinsen abwirft, macht dieses Hochzinsumfeld das Edelmetall im Vergleich zum erstarkenden US-Dollar unattraktiv. Zusätzlich sorgte ein von den USA vermittelter fünftägiger Waffenstillstand für eine Entspannung der geopolitischen Lage, was die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter dämpfte.
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Bärische Signale und ETF-Abflüsse
Die fundamentale Schwäche spiegelt sich im Chartbild wider. Wichtige gleitende Durchschnitte weisen nach unten, und die Unterstützung bei 4.366 US-Dollar wurde im Vorfeld durchbrochen. Charttechniker verorten das Edelmetall derzeit in der Endphase eines Abwärtszyklus, wobei im Bereich zwischen 4.224 und 4.319 US-Dollar eine mögliche Bodenbildung erwartet wird.
Parallel dazu ziehen sich institutionelle Anleger zurück. Der weltgrößte Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, verzeichnete zuletzt deutliche Netto-Abflüsse. Die anhaltende physische Nachfrage aus Asien reicht aktuell nicht aus, um diesen makroökonomischen Gegenwind auszugleichen.
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Wirtschaftsdaten geben die Richtung vor
Für die kurzfristige Preisentwicklung blicken Händler am heutigen Dienstag gespannt auf die US-Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Folgende Termine stehen im Fokus:
- Heute, 08:45 Uhr ET: US Manufacturing PMI (Prognose: 51,0)
- Heute, 08:45 Uhr ET: US Services PMI (Prognose: 51,7)
- 27. März 2026: US PCE-Inflationsdaten
Fallen die heutigen PMI-Daten stärker aus als erwartet, dürfte dies die restriktive Haltung der Fed untermauern und den Goldpreis weiter in Richtung 4.200 US-Dollar drücken. Schwache Wirtschaftsdaten könnten hingegen eine zügige Gegenbewegung in Richtung 4.540 US-Dollar auslösen.
Den maßgeblichen Impuls für den weiteren Verlauf des Monats liefert schließlich der 27. März. An diesem Tag veröffentlicht die US-Regierung die PCE-Inflationsdaten, das bevorzugte Preismaß der Notenbank. Sollte sich hier der inflationäre Effekt der hohen Ölpreise in den Zahlen bestätigen und der US-Dollar weiter aufwerten, droht dem Goldpreis ein direkter Test der Unterstützung bei 4.300 US-Dollar.
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