Goldpreis LBMA: $4.800-Widerstand bleibt entscheidend

Goldpreis fiel vergangene Woche um 2,5 Prozent. Entscheidende Impulse von Fed-Sitzung, US-BIP und Inflationsdaten erwartet.

Goldpreis LBMA Aktie
Kurz & knapp:
  • Gold verliert trotz Nahostkonflikt
  • Fed-Entscheid und Powell-Rede im Fokus
  • US-BIP und PCE-Inflation als Schlüsseldaten
  • Westliche ETF-Abflüsse belasten den Markt

Trotz eines aktiven Krieges im Nahen Osten verlor Gold vergangene Woche rund 2,5 Prozent. Der Preis schloss bei 382,68 Euro — knapp sieben Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 17. April. Ein Paradox, das sich erklären lässt: Die Märkte haben die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten verarbeitet. Der Iran-Waffenstillstand-Eskalationszyklus wiederholte sich allein im April viermal. Die Risikoprämie ist schlicht verdunstet.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem. Steigende Energiepreise durch die Sperrung der Straße von Hormus treiben die Inflation — und das belastet Gold. Eine höhere Inflation erhöht den Druck auf die Notenbanken, die Zinsen oben zu halten. Für das zinslose Edelmetall ist das Gift.

Drei Datenpunkte, die die Woche entscheiden

Die kommende Woche bringt das dichteste makroökonomische Programm des Quartals. Drei Ereignisse sind entscheidend.

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Am 29. April tagt die Fed. Laut CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins bei 3,50–3,75 Prozent bleibt, bei 99,5 Prozent. Interessanter als der Beschluss selbst ist das, was Powell sagt. Deutet er Zinssenkungen an, fällt der Dollar — und Gold dürfte schlagartig über 4.800 Dollar springen. J.P. Morgan erwartet das nicht: Die Bank rechnet mit stabilen Zinsen bis weit in 2027.

Am 30. April folgen das US-BIP für das erste Quartal und der Core-PCE-Preisindex. Der Atlanta-Fed-Indikator GDPNow zeigt nur noch 1,2 Prozent Wachstum. Liegt das offizielle BIP unter 1,5 Prozent, könnte Gold den 200-Tage-EMA zurückerobern. Die Inflation bleibt der Gegenspieler: Im März lag die US-Jahresrate bei 3,3 Prozent — der höchste Wert seit Mai 2024.

Institutionelle Lager ziehen sich zurück — vorerst

Das Bild bei den ETF-Flows ist gespalten. Nordamerikanische Goldfonds verzeichneten in den ersten vier Wochen des März Abflüsse von über 12 Milliarden Dollar. Chinesische Goldfonds zogen dagegen im bisherigen Jahresverlauf rund 8 Milliarden Dollar an. West verkauft, Ost kauft.

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Die Jahresziele der großen Häuser bleiben trotzdem ambitioniert. Goldman Sachs sieht Gold bis Jahresende bei 5.400 Dollar, JPMorgan bei 6.300 Dollar. State Street beschreibt die aktuelle Lage nüchtern: „down but not out.“

Technisch eingeklemmt

Charttechnisch ist Gold zwischen zwei Marken gefangen. Der Support liegt bei rund 4.670 Dollar, der Widerstand bei 4.750 bis 4.800 Dollar — verstärkt durch den 50-Tage-EMA. Dreimal scheiterte der Preis bereits an dieser Zone.

Ein Ausbruch über 4.800 Dollar mit Volumen öffnet den Weg bis 5.400 Dollar. Fällt der Kurs unter 4.610 Dollar, wo ein massiver Hochvolumenbereich liegt, droht weiterer Abgabedruck. Bis Fed, BIP und PCE ihre Signale gesendet haben, bleibt dieser Rahmen der operative Spielraum — und die Volatilität von annualisiert fast 63 Prozent zeigt, wie schnell sich das ändern kann.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.