Irans neues Friedensangebot zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz hat den Goldmarkt am Montag kurz aufgewühlt — und dann wieder beruhigt. Der Preis schwankte in einer engen Spanne, während Händler auf das wohl wichtigste Ereignis der Woche warten: die Fed-Sitzung, möglicherweise Jerome Powells letzte als Notenbankchef.
Spot-Gold notierte im Tagesverlauf zwischen rund 4.698 und 4.727 Dollar je Unze — ein Korridor von knapp 30 Dollar, der die Nervosität der Märkte widerspiegelt. Zum Nachmittag (EDT) lag der Preis bei etwa 4.690 Dollar. Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche, das eine viermonatige Gewinnserie unterbrochen hatte.
Teherans Angebot, Washingtons Skepsis
Der Auslöser für die Kursschwankungen kam aus Teheran. Iran übermittelte den USA über pakistanische Vermittler einen neuen Vorschlag: Wiedereröffnung der Straße von Hormuz gegen ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen — Atomfragen ausdrücklich ausgeklammert. Genau das ist das Problem. Für Präsident Trump ist das Nuklearprogramm ein zentraler Streitpunkt; ein Angebot ohne Zugeständnisse dort dürfte in Washington kaum Anklang finden.
Trump sagte bereits am Wochenende die geplante Reise seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad ab — mit Verweis auf „enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung“ in Teherans Führung. Irans Außenminister Abbas Araghchi reiste derweil nach Moskau zu Gesprächen mit Wladimir Putin, was die diplomatische Lage weiter verkompliziert.
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Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com, bringt es auf den Punkt: „Wir beobachten jetzt einfach, ob in den kommenden Tagen überhaupt Fortschritte in den US-Iran-Gesprächen erzielt werden — das wird der wichtigste Treiber für Gold sein.“
Öl, Inflation, Fed — drei Gegenströmungen
Brent-Rohöl handelte am Montag um die 107 Dollar je Barrel. Die effektive Schließung der Straße von Hormuz hat rund ein Fünftel der globalen Öllieferungen unterbrochen und treibt die Inflationserwartungen nach oben. Goldman Sachs hat seine Brent-Prognose für Ende 2026 auf 90 Dollar angehoben — zuvor waren es 80 Dollar.
Für Gold ergibt sich daraus ein klassisches Dilemma: Als Inflationsschutz profitiert es von steigenden Preisen, leidet aber unter dem Zinsumfeld, das hohe Ölpreise erzwingen. Nicht-verzinsliche Anlagen verlieren an Attraktivität, wenn Zinsen hoch bleiben.
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Die Fed-Sitzung am 29. April dürfte daran kurzfristig nichts ändern. Laut CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit einer unveränderten Fed Funds Rate bei 99,5 Prozent. Spannender als die Zinsentscheidung selbst wird Powells Kommunikation — zumal unklar ist, ob er das Amt danach noch innehat.
Hinzu kommen makroökonomische Daten: Am 30. April werden die US-BIP-Zahlen für das erste Quartal sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, am 1. Mai folgt der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe.
Auf Jahressicht bleibt Gold mit einem Plus von rund 42 Prozent einer der stärksten Märkte überhaupt. Ob dieser Trend anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie Washington auf Teherans jüngstes Angebot reagiert — und ob die Straße von Hormuz nach neun Wochen Blockade endlich wieder für den Welthandel öffnet.
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