Graphite One Aktie: Milliarden statt Zölle

Die US-Handelskommission lehnt Zölle auf chinesisches Graphit ab. Graphite Ones Projekt in Alaska hängt nun von staatlichen Krediten in Milliardenhöhe ab, um realisiert zu werden.

Graphite One Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Behörde verzichtet auf Schutzzölle für Graphit
  • Finanzierung durch 2,07 Milliarden Dollar Kredite geplant
  • Genehmigungsprozess läuft unter beschleunigtem Verfahren
  • Baubeginn in Alaska für das Jahr 2027 avisiert

Für US-Graphitproduzenten ist ein wichtiger Schutzwall weggebrochen. Die US-Handelskommission hat überraschend auf Zölle gegen chinesische Importe verzichtet, was die Wettbewerbslandschaft für heimische Entwickler grundlegend verändert. Für Graphite One bedeutet das einen harten Strategiewechsel: Ohne den erhofften Zollschutz hängt die Realisierung des Projekts nun fast vollständig an staatlichen Milliardenkrediten.

US-Behörde lehnt Zölle ab

Im März entschied die US-Handelskommission (ITC) endgültig gegen die Einführung von Zöllen auf chinesische Graphit-Anodenmaterialien. Die Behörde sah keine materielle Bedrohung für den Aufbau einer heimischen Industrie. Eigentlich standen Aufschläge von rund 160 Prozent im Raum, die US-Entwicklern einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschafft hätten. Da China aktuell über 95 Prozent der weltweiten Verarbeitungskapazitäten kontrolliert, entfällt damit ein zentraler Schutzmechanismus für das geplante Projekt in Alaska.

Fokus auf staatliche Kredite

Als Reaktion rückt die Sicherung der Projektfinanzierung in den absoluten Vordergrund. Die US-Export-Import-Bank (EXIM) hat ihre unverbindlichen Absichtserklärungen kürzlich auf insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Davon entfallen 670 Millionen auf die geplante Mine in Alaska und 1,4 Milliarden auf das Verarbeitungswerk in Ohio. Diese Mittel sollen etwa 70 Prozent der geschätzten Gesamtkosten decken. Für die restlichen 30 Prozent verhandelt das Management derzeit mit fünf großen nordamerikanischen Investmentbanken.

Enger Zeitplan im April

Parallel zur Finanzierungssuche läuft der Genehmigungsprozess unter dem FAST-41-Programm auf Hochtouren. Der Druck wächst, da kürzlich zwei weitere US-Graphitprojekte in New York und Alabama in das beschleunigte Verfahren aufgenommen wurden. In den kommenden Tagen stehen für das Unternehmen mehrere konkrete Termine an:

  • 13. bis 15. April: Bürgerversammlungen der US-Armee-Ingenieure in Alaska
  • 14. April: Zuteilung von 583.015 Aktien an Direktoren (RSU-Vesting)
  • 24. April: Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen

Der weitere Fahrplan ist klar definiert. Sollten die formellen Kreditanträge bei der EXIM im Jahr 2026 erfolgreich sein, plant Graphite One den Baubeginn in Alaska für 2027. Erste Umsätze aus dem Werk in Ohio werden für Anfang 2028 anvisiert, während die Mine selbst voraussichtlich 2030 die Produktion aufnehmen soll. Zusätzlich könnte ein in diesem Jahr geplantes Testprogramm zur Gewinnung Seltener Erden die Bewertung des Projekts beeinflussen.

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