Der erhoffte Zollschutz kommt nicht. Mitte März entschied die U.S. International Trade Commission, dass chinesische Graphit-Importe die Entwicklung einer heimischen Industrie nicht schädigen — und begrub damit Gegenzölle von rund 160 Prozent, auf die Unternehmen wie Graphite One gesetzt hatten. China kontrolliert über 95 Prozent der globalen Verarbeitungskapazitäten. Das macht die Entscheidung für amerikanische Entwickler besonders schmerzhaft.
Wachsender Wettbewerb im Inland
Gleichzeitig wächst der Druck von innen. Zwei weitere US-Graphitprojekte — das Kilbourne-Projekt in New York und das Coosa-Deposit in Alabama — wurden in das bundesweite FAST-41-Schnellgenehmigungsprogramm aufgenommen, zuletzt im Oktober 2025 und März 2026. Graphite One hatte mit seinem Graphite-Creek-Projekt in Alaska als erstes Bergbauprojekt des Bundesstaates diesen Status erlangt. Der Vorsprung schrumpft.
Genehmigungsverfahren im entscheidenden Abschnitt
Ungeachtet des veränderten Marktumfelds läuft das Genehmigungsverfahren planmäßig weiter. Das U.S. Army Corps of Engineers hält vom 13. bis 15. April Gemeindeversammlungen in Nome, Teller und Brevig Mission ab — ein wichtiger Schritt für die Umweltprüfung nach dem National Environmental Policy Act. Graphite One hatte dafür im März ein 331-seitiges Umweltdokument eingereicht, das jahrelange Basisdaten zu Fischpopulationen, Grund- und Oberflächenwasser sowie Luftqualität zusammenfasst.
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Die Frist ist eng: Das Genehmigungsverfahren muss bis zum 29. September 2026 abgeschlossen sein. Gelingt die Finanzierung noch in diesem Jahr, peilt das Unternehmen den Baubeginn in Alaska für 2027 an — mit einer realistischen Inbetriebnahme vor Ende des Jahrzehnts.
Finanzierung und ein unerwarteter Zusatzwert
Die Finanzierungsstruktur steht bislang. Die U.S. Export-Import Bank hat unverbindliche Interessenbekundungen über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar ausgestellt — 670 Millionen für die Alaska-Mine, 1,4 Milliarden für eine geplante Verarbeitungsanlage in Ohio. Die endgültigen Kreditanträge sollen 2026 eingereicht werden, parallel laufen Verhandlungen mit nordamerikanischen Investmentbanken für die verbleibenden 30 Prozent des benötigten Kapitals.
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Ein potenzieller Differenzierungsfaktor: Unabhängige Analysen des Graphite-Creek-Granats bestätigten erhöhte Konzentrationen von Seltenerdmetallen, darunter Dysprosium, Yttrium und Scandium. Magnet- und schwere Seltenerdelemente machen 85 Prozent der nachgewiesenen REE-Gehalte aus. Graphite One plant, gemeinsam mit einem nationalen Labor eine Extraktionsmethode zu entwickeln, die eine parallele Gewinnung neben der Graphitförderung ermöglichen könnte.
Am 24. April legt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor. Für das Geschäftsjahr 2025 wies Graphite One einen Nettoverlust von 9,14 Millionen US-Dollar aus — strukturell typisch für ein Explorationunternehmen ohne laufende Produktion, aber ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresverlust von 6,8 Millionen Dollar.
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