Graphite One Aktie: September-Deadline für Alaska-Genehmigung

Graphite One droht Verzögerung des Minenprojekts in Alaska. Widerstand vor Ort und fehlende Finanzierung belasten die Aktie.

Graphite One Aktie
Kurz & knapp:
  • Frist für Genehmigungen bis September 2026
  • Starke lokale Opposition gegen das Projekt
  • Milliarden-Finanzierung noch nicht gesichert
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich

Die Uhr tickt für Graphite One. Bis Ende September 2026 braucht der Konzern alle Bundesgenehmigungen für sein Graphit-Projekt in Alaska. Verpasst das Management diese Frist, wackelt der geplante Baubeginn im Folgejahr. An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 38 Prozent und schloss am Freitag bei 0,72 Euro.

Gegenwind in Alaska

Das Projekt läuft über das beschleunigte FAST-41-Programm der US-Regierung. Der Weg dorthin verläuft allerdings holprig. Bei jüngsten Anhörungen der US-Armee-Ingenieure äußerten fast 60 Prozent der Teilnehmer Bedenken. Einheimische Stämme fordern nun Konsultationen auf höchster Ebene. Sie kritisieren mögliche Staubbelastung und zweifeln Umweltstudien an. Die Folge: Die Behörden könnten statt einer einfachen Umweltprüfung ein weitaus strengeres Verfahren verlangen.

Parallel dazu plant Graphite One eine Verarbeitungsanlage in Ohio. Dort will das Unternehmen das Material aus Alaska für die US-Elektroautoindustrie veredeln. Die ersten beiden Module sollen 2028 in Betrieb gehen. Der Konzern strebt auch hier ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren an.

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Ein Rückschlag kam im März von der US-Handelskommission. Die Behörde lehnte neue Schutzzölle auf chinesisches Graphit ab. Bestehende Abgaben summieren sich zwar weiterhin auf 35 Prozent. Dennoch schwächt das Urteil die Position heimischer Entwickler. Obendrein wächst der Druck durch Konkurrenten. Zwei rivalisierende US-Projekte erhielten kürzlich ebenfalls den begehrten FAST-41-Status.

Milliarden-Finanzierung offen

Für den Bau benötigt Graphite One massiv Kapital. Die US-Export-Import-Bank stellte unverbindlich rund zwei Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das würde etwa 70 Prozent der Kosten decken. Das Management verhandelt aktuell mit Investmentbanken über die restliche Finanzierung. Feste Kreditzusagen stehen noch aus.

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Ein möglicher Joker liegt im Gestein selbst. Unabhängige Analysen zeigen hohe Konzentrationen an schweren Seltenen Erden im geplanten Abbaugebiet. Ein US-Nationallabor prüft noch in diesem Jahr die wirtschaftliche Machbarkeit eines Abbaus.

Die Entscheidung der US-Behörden im September bleibt der zentrale Katalysator. Ein grünes Licht der Armee-Ingenieure öffnet den Weg zur Bauphase. Eskaliert der lokale Widerstand weiter, droht ein langwieriges Umweltverfahren. Das würde den gesamten Zeitplan für Alaska und Ohio hinfällig machen.

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