GSK Aktie: Bremsspuren unter neuem Chef

Der britische Pharmakonzern GSK rechnet für 2026 mit deutlich geringerem Umsatzwachstum. Neue CEO Luke Miels fokussiert auf operative Umsetzung, während der Patentschutz für HIV-Medikamente ab 2028 droht.

GSK Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum für 2026 auf 3-5% gedämpft
  • Starkes Schlussquartal mit 65% höherem Betriebsgewinn
  • Patentschutz für HIV-Medikamente läuft 2028 aus
  • Neuer CEO setzt auf operative Effizienz statt Expansion

Der britische Pharmakonzern GSK stellte am Mittwoch seine erste Prognose unter CEO Luke Miels vor – und die fällt deutlich verhaltener aus als zuletzt. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 3% bis 5% zu konstanten Wechselkursen. Im Vorjahr hatte GSK noch ein Plus von 7% verbucht. Der Gewinn je Aktie soll um 7% bis 9% zuwachsen, während die Impfstoffsparte stagnieren oder sogar leicht schrumpfen könnte.

Miels, der erst Anfang des Jahres von Emma Walmsley das Ruder übernahm, steht vor einer kniffligen Aufgabe. Die lukrativen HIV-Medikamente des Konzerns verlieren ab 2028 ihren Patentschutz – ein Damoklesschwert, das über der mittelfristigen Umsatzentwicklung schwebt.

Starkes Schlussquartal reicht nicht

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeigten sich noch robust. Der Umsatz kletterte um 8% auf 8,62 Milliarden Pfund, der Gewinn je Aktie erreichte 25,5 Pence. Besonders die Spezialpharma-Sparte mit ihren Bereichen Atemwegs-, Immun-, Entzündungs- und Krebsmedikamenten sowie HIV-Therapien legte zweistellig zu. Der operative Gewinn schnellte sogar um 65% auf 1,1 Milliarden Pfund nach oben, die Marge verbesserte sich auf 12,8%.

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Doch diese Momentaufnahme täuscht nicht über die strukturellen Herausforderungen hinweg. Für 2026 erwartet GSK bei Spezialpharma zwar weiterhin ein niedriges zweistelliges Wachstum, die Generika-Sparte dürfte jedoch bestenfalls stabil bleiben oder leicht zurückgehen.

Execution statt Expansion

Miels formulierte es nüchtern: 2026 werde ein „Schlüsseljahr der Umsetzung und operativen Lieferung“. Übersetzung: Weniger strategische Visionen, mehr Effizienz im Tagesgeschäft. Der neue Chef muss beweisen, dass er GSK auf Kurs zum ehrgeizigen Umsatzziel von über 40 Milliarden Pfund bis 2031 halten kann – während gleichzeitig US-Zölle, regulatorische Hürden und eben jene Patentabläufe drohen.

Investoren beobachten genau, wie Miels den Konzern durch diese Phase manövriert. Die gedämpfte Prognose signalisiert Realismus, könnte aber auch Zweifel an der Wachstumsdynamik schüren. Der Fokus liegt nun darauf, die Pipeline mit neuen Blockbuster-Kandidaten zu füllen, bevor die HIV-Erträge wegbrechen.

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