Der britische Pharmakonzern GSK legt 2,2 Milliarden Dollar auf den Tisch. Am Dienstag gab das Unternehmen die Übernahme von RAPT Therapeutics bekannt – ein Deal, der die Aktie des kalifornischen Biotech-Unternehmens um satte 63,6% nach oben katapultierte. Der Preis: 58 Dollar je Aktie, in bar.
Was macht RAPT so wertvoll? Der Schlüssel liegt in einem einzigen Wirkstoff: Ozureprubart. Dieser Anti-IgE-Antikörper befindet sich derzeit in der Phase-IIb-Entwicklung und könnte das Leben von Millionen Menschen mit Nahrungsmittelallergien grundlegend verändern.
Der Vorteil: Weniger Spritzen, mehr Lebensqualität
Die Zahlen sprechen für sich. Über 17 Millionen Menschen in den USA leiden an Nahrungsmittelallergien. Mehr als 1,3 Millionen davon erleben schwere Reaktionen – mit über 3 Millionen Krankenhaus- und Notfallbesuchen pro Jahr als Folge.
Bisherige Anti-IgE-Behandlungen erfordern Injektionen alle zwei bis vier Wochen. Ozureprubart könnte diese Frequenz auf nur alle zwölf Wochen reduzieren. Ein gewaltiger Unterschied für Betroffene. Und: Rund 25% der Patienten, die für aktuelle Therapien nicht infrage kommen, könnten von dem neuen Ansatz profitieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei GSK?
Tony Wood, Chief Scientific Officer bei GSK, spricht von einer „vielversprechenden, potenziell best-in-class Behandlung“. Die klinischen Daten der Phase-IIb-Studie werden für 2027 erwartet. Phase-III-Studien sollen sich sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder konzentrieren.
Was GSK bekommt – und was nicht
Mit dem Deal sichert sich GSK die globalen Rechte an Ozureprubart. Ausgenommen bleiben lediglich das chinesische Festland, Macau, Taiwan und Hongkong. Zusätzlich übernimmt der Konzern die Verpflichtung für erfolgsbasierte Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren an RAPTs Partner Shanghai Jeyou Pharmaceutical.
Netto – nach Abzug der übernommenen Barreserven – beläuft sich die Investition auf rund 1,9 Milliarden Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei GSK?
Marktreaktion zeigt Potenzial
Die Börse honorierte die Nachricht unterschiedlich. Während RAPT-Aktionäre jubeln durften, zeigte sich das britische Marktumfeld insgesamt schwach. Der FTSE 100 verlor am Dienstag 1,4%, belastet durch neue Zolldrohungen von US-Präsident Trump und enttäuschende heimische Arbeitsmarktdaten.
Das britische Pfund hingegen legte gegenüber dem Dollar um 0,4% auf 1,34 zu – ein Zeichen dafür, dass Investoren die Stärke britischer Unternehmen bei Übernahmen durchaus würdigen.
Für GSK markiert der Deal einen strategischen Schritt, die Pipeline im Bereich Immunologie zu stärken. Ob Ozureprubart die hohen Erwartungen erfüllt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Weichen sind gestellt.
GSK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue GSK-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten GSK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für GSK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
GSK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


