Die Minderheitsaktionäre der Hamburger Hafen und Logistik AG stehen vor dem Aus. Stadt Hamburg und die Schweizer Reederei MSC treiben den Squeeze-out voran – die verbliebenen Kleinanleger sollen gegen Barabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden.
Am 5. Januar 2026 machte die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft ernst: Sie forderte offiziell die Übertragung aller A-Aktien der Minderheitsaktionäre auf sich selbst. Die Beteiligungsgesellschaft, an der die Stadt Hamburg 50,1 Prozent und MSC bis zu 49,9 Prozent hält, verfügt über mehr als 95 Prozent der HHLA-Aktien. Damit ist die gesetzliche Schwelle für den Zwangsausschluss erreicht.
Was bekommen die Aktionäre?
Die Höhe der Barabfindung steht noch nicht fest. Die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft legt sie auf Basis einer Unternehmensbewertung fest. Ein gerichtlich bestellter Prüfer kontrolliert anschließend, ob der Betrag angemessen ist – das schreibt das Aktiengesetz vor.
Wirksam wird der Ausschluss erst mit dem Beschluss der Hauptversammlung und der Eintragung ins Handelsregister. Bis dahin bleiben die Minderheitsaktionäre formal noch im Boot.
MSC mischt seit November mit
Die Mediterranean Shipping Company war im November 2024 bei der HHLA eingestiegen. Die weltgrößte Containerreederei sicherte sich damit erheblichen Einfluss auf einen der wichtigsten deutschen Hafenlogistiker. Die Stadt Hamburg behielt dabei stets die Mehrheit an der Beteiligungsgesellschaft.
Der Squeeze-out ist die logische Konsequenz dieser Konstellation. Mit über 95 Prozent der Stimmrechte haben Stadt und MSC keine Notwendigkeit mehr für eine Börsennotierung mit Streubesitz. Die Kosten und regulatorischen Pflichten einer börsennotierten AG fallen künftig weg.
Für die verbliebenen Kleinaktionäre endet damit ein Investment, das in den vergangenen Jahren alles andere als erfreulich verlief. Ob die kommende Barabfindung einen fairen Ausgleich bietet, wird sich zeigen.
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