Hamburger Hafen und Logistik Aktie: Winterstürme naht!

Die Hamburger Hafen und Logistik AG meldet starken operativen Zuwachs, doch steuerliche Wertberichtigungen führen zu einem massiven Gewinnrückgang und zur Aussetzung der Dividende.

Hamburger Hafen und Logistik Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker operativer Zuwachs bei Umsatz und EBIT
  • Gewinn bricht durch steuerliche Einmaleffekte ein
  • Erstmalig keine Dividendenausschüttung für 2025
  • Containerumschlag legt trotz US-Einbruchs zu

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat gestern Abend vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und die sorgen für Ernüchterung. Während Umsatz und operatives Ergebnis deutlich zulegten, brach der Gewinn massiv ein. Die Folge: Aktionäre gehen erstmals seit Jahren leer aus.

Steuer-Schock frisst Gewinn auf

Der Konzern steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 9,9 Prozent auf 1.756 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte sogar um 19,5 Prozent auf 161 Millionen Euro. Soweit die guten Nachrichten. Doch dann kam der Hammer: Steuerliche Einmaleffekte – hauptsächlich Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern – ließen den Jahresüberschuss von 33 Millionen Euro im Vorjahr auf magere 10 Millionen Euro abstürzen.

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik sieht es noch düsterer aus: Hier blieb nach Steuern nur noch 1 Million Euro übrig, nach 23 Millionen Euro in 2024. Das Ergebnis je A-Aktie schrumpfte von 0,32 Euro auf mickrige 0,02 Euro. Vorstandschef Jeroen Eijsink kündigte daraufhin an, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für 2025 keine Dividende auszuschütten.

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Operative Entwicklung überzeugt – trotz US-Einbruch

Operativ lief es für HHLA durchaus solide. Der konzernweite Containerumschlag stieg um 5,4 Prozent auf 6,3 Millionen Standardcontainer (TEU). Das Transportvolumen im Segment Intermodal legte sogar um 10,9 Prozent auf knapp 2 Millionen TEU zu. Auch der gesamte Hamburger Hafen profitierte: Mit 8,3 Millionen umgeschlagenen Containern verzeichnete der Standort ein Plus von 7,3 Prozent.

Die Entwicklung verlief allerdings uneinheitlich. Während das USA-Geschäft wegen der Zollmaßnahmen um ein Viertel einbrach, trieben Verkehre mit China (plus 6,5 Prozent), Malaysia (plus 84,3 Prozent) und Indien (plus 49,2 Prozent) das Wachstum an. Auch im nordeuropäischen Raum gab es kräftige Zuwächse von 21,2 Prozent.

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Automatisierung und Lieferkettenstörungen belasten

Die positive Mengenentwicklung schwächte sich im zweiten Halbjahr allerdings ab. Zunehmende weltwirtschaftliche Unsicherheiten und anhaltende Lieferkettenstörungen machten der HHLA zu schaffen. Erschwerend kamen die laufenden Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Anlagen hinzu – Modernisierung im laufenden Betrieb, die zusätzliche Ressourcen bindet.

Der Massengutumschlag entwickelte sich weiterhin schwach und sank um 1,7 Prozent auf 32,4 Millionen Tonnen. Besonders dramatisch: Der Getreideumschlag brach aufgrund verringerter Exporte um 45,8 Prozent ein. Auch Düngemittel (minus 5,6 Prozent) und Erze (minus 4,3 Prozent) verzeichneten Rückgänge.

Der testierten Geschäftsbericht für 2025 wird am 26. März veröffentlicht. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die steuerlichen Einmaleffekte tatsächlich einmalig bleiben oder ob sich hier strukturelle Probleme abzeichnen.

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