Das schwedische Biotech-Unternehmen Hamlet BioPharma treibt sein wichtigstes Projekt voran. Der Zwischenbericht zum dritten Quartal zeigt: Die Verluste schrumpfen, das Patentportfolio wächst – und die entscheidende Partnerschaft könnte kurz bevorstehen.

Finanzielle Konsolidierung

Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2025/2026 erzielte Hamlet BioPharma erwartungsgemäß keinen Umsatz. Als reines Forschungsunternehmen ist das typisch. Doch die Kostenkontrolle zeigt Wirkung.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf minus 9,6 Millionen Schwedische Kronen. Im Vorjahresquartal lag der Verlust bei 9,9 Millionen Kronen. Der Nettoverlust sank von 12,0 auf 11,6 Millionen Kronen. Das ergibt einen Verlust je Aktie von rund 0,07 Kronen.

Alpha1H rückt näher an den Markt

Der wichtigste Kandidat im Hamlet-Portfolio ist Alpha1H. Das Medikament zielt auf nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs ab. Die klinischen Protokolle und regulatorischen Vorbereitungen für eine Phase-III-Studie sind abgeschlossen. Nun sucht das Unternehmen Studienzentren.

Parallel dazu laufen die Lizenzverhandlungen. Hamlet BioPharma hat eine nicht-exklusive Absichtserklärung mit einem deutschen uro-onkologischen Pharmaunternehmen unterzeichnet. Ziel ist ein kommerzieller Vertrag für die späte klinische Entwicklung und Markteinführung.

Catharina Svanborg, Vorstandsvorsitzende, gab auf dem Global Forum 2026 Ende Mai einen optimistischen Ausblick. Die Gespräche seien „sehr aktiv und positiv“. Die Due-Diligence-Prüfung sei reibungslos verlaufen. Es habe keine Beanstandungen an den klinischen und molekularen Daten gegeben. Svanborg hofft auf baldige Neuigkeiten.

Patentportfolio als Schutzschild

Hamlet BioPharma hat im Mai 2026 neue Patente in Japan und Indien erhalten. Damit wächst die Patentbibliothek auf rund 180 aktive Patente. Hinzu kommen über 30 anhängige Anmeldungen in mehreren Rechtsräumen.

Über Alpha1H hinaus arbeitet das Unternehmen an nicht-antibiotischen Therapien gegen Harnwegsinfektionen. Auch dieser Bereich ist durch die Patentstrategie geschützt.

Ob der Deal tatsächlich zustande kommt, ist noch offen. Doch die Gespräche mit dem deutschen Partner sind weit gediehen. Die Vorbereitungen für die Phase-III-Studie laufen. Hamlet BioPharma steht vor einer entscheidenden Phase – und der Zeitplan ist eng.