Hanwha Solutions beendet die Verlustphase. Der südkoreanische Konzern meldet für das erste Quartal 2026 erstmals seit fast einem Jahr wieder einen operativen Gewinn. Anleger reagieren positiv auf die Erholung in allen Geschäftsbereichen.

Der operative Gewinn erreichte 92,6 Milliarden Won. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Sprung von 205,5 Prozent. Besonders die Solarsparte Qcells profitierte von der Normalisierung der Lieferketten in den USA.

Details zur Erholung

Parallel dazu stützten US-Steuergutschriften das Ergebnis massiv. Das Förderprogramm für saubere Energie steuerte rund 218 Milliarden Won zum Spartengewinn bei. Die Chemie-Sparte ist nach zweieinhalb Jahren wieder profitabel.

Trotz des operativen Erfolgs verbuchte Hanwha unter dem Strich einen Nettoverlust von 38,2 Milliarden Won. Dieser Wert fiel jedoch deutlich geringer aus als in den Vorquartalen. Die Aktie spiegelt den Optimismus wider und legte seit Jahresbeginn um fast 97 Prozent zu.

Fokus auf den US-Markt

Das Management setzt konsequent auf Expansion in den Vereinigten Staaten. Im dritten Quartal 2026 soll die Massenproduktion im neuen Werk in Cartersville starten. Die aktuelle US-Handelspolitik gegen asiatische Konkurrenten verschafft dem Konzern dabei einen strategischen Vorteil.

Zur Finanzierung der US-Investitionen plant Hanwha eine Kapitalerhöhung. Das Management senkte das geplante Volumen von 2,4 Billionen auf 1,8 Billionen Won. Der Konzern prüft zudem den Verkauf von Randbereichen, um das Kerngeschäft zu stärken.

Analysten bewerten die Entwicklung unterschiedlich. Während einige Experten die hohen Lagerbestände kritisch sehen, verweisen andere auf technologische Fortschritte bei Perowskit-Tandemzellen. Am 10. Mai folgen weitere Details zur langfristigen Finanzstrategie.