Ein Umsatzplus von 100 Prozent und ein Kurssprung von fast 30 Prozent— Hanza AB hat am Dienstagmorgen die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Der schwedische Fertigungsstratege profitiert massiv von seiner Expansion in Deutschland. Das Geschäftsmodell der regionalen Produktionscluster scheint in einem volatilen Marktumfeld seine Stärke auszuspielen.

In den ersten drei Monaten des Jahres kletterte der Nettoumsatz auf 2,65 Milliarden SEK. Parallel dazu gelang es dem Unternehmen, organisch um 20 Prozent zu wachsen. Ein wesentlicher Treiber für diesen Sprung war die Konsolidierung des deutschen Elektronikdienstleisters BMK.

Profitabilität zieht deutlich an

Die operative Ertragskraft verbesserte sich ebenfalls spürbar. Das bereinigte EBITA stieg auf 227 Millionen SEK, nach 97 Millionen SEK im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Marge erreichte damit 8,6 Prozent. Hanza lieferte ab.

Besonders bei den vergleichbaren Einheiten zeigt sich die Effizienzsteigerung mit einer Marge von 9,7 Prozent. Der operative Cashflow vervielfachte sich derweil auf 424 Millionen SEK. Diese Liquidität nutzt Hanza, um die Bilanz zu stärken und die Eigenkapitalquote auf über 45 Prozent zu heben.

Rückenwind durch Rüstungsaufträge

Neben der Integration in Deutschland gewinnt das Geschäft mit Sicherheits- und Verteidigungskunden an Bedeutung. Ende April ernannte Saab Surveillance das Unternehmen zum „Supplier of the Year 2026“. Hanza baut derzeit Kapazitäten in Schweden und Finnland aus, um die steigende Nachfrage in diesem Sektor zu bedienen.

Mit der neuen Strategie „HANZA 2028“ setzt sich der Vorstand ehrgeizige Ziele. Bis 2028 soll der Umsatz auf mindestens 14 Milliarden SEK steigen. Der Plan steht.

Die Börse quittierte den Ausblick mit einem Plus von 29,72 Prozent. Die Aktie markierte damit bei 174,60 SEK ein neues 52-Wochen-Hoch. Ein Rekordwert.

Auf der kommenden Hauptversammlung im Mai steht neben den üblichen Governance-Themen die vorgeschlagene Dividende von 1,50 SEK je Aktie zur Abstimmung. Angesichts der aktuellen Wachstumsraten und der vollen Auftragsbücher im Verteidigungsbereich dürfte das Management dort auf breite Zustimmung stoßen.