Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat heute ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und die fallen deutlich schwächer aus als im Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um 1,6 Milliarden Euro auf nur noch 1,0 Milliarden Euro ein. Das entspricht einem Rückgang von über 60 Prozent gegenüber 2024.
Verantwortlich für den massiven Gewinneinbruch waren vor allem gesunkene Frachtraten. Die durchschnittliche Frachtrate fiel um 8 Prozent auf 1.376 Dollar je Standardcontainer. Gleichzeitig belasteten höhere Kosten das Ergebnis: Die fortbestehenden Schiffsumleitungen um das Kap der Guten Hoffnung und die Anlaufkosten der neuen Gemini-Allianz mit der dänischen Reederei Maersk fraßen Marge. Die Allianz besteht erst seit Februar 2025 und verursachte zunächst erhebliche Zusatzkosten.
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Mehr Container, weniger Ertrag
Immerhin: Die Transportmenge legte um 8 Prozent auf 13,5 Millionen Standardcontainer zu. Das robuste Wachstum des Welthandels und das neue Gemini-Netzwerk machten sich hier positiv bemerkbar. Doch der Mengenzuwachs konnte den Preisverfall nicht kompensieren. Der Umsatz sank leicht um 0,5 Milliarden auf 18,6 Milliarden Euro.
Hapag-Lloyd selbst bezeichnete die Ergebnisentwicklung als „erwartungsgemäß“ und verwies darauf, dass das EBIT am oberen Ende der angepassten Prognose liegt. Im vierten Quartal wirkten sich zudem einmalige und nicht liquiditätswirksame Effekte positiv aus. Die Kosteneinsparungen durch die Gemini-Allianz setzten im zweiten Halbjahr 2025 ein und sollen in diesem Jahr vollständig realisiert werden.
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Rückkehr ins Rote Meer gewagt
Anfang Februar wagte Hapag-Lloyd nach mehr als zwei Jahren wieder die Durchfahrt durchs Rote Meer. Die Schiffe fahren dabei unter dem Schutz von Marineeinheiten. Die Fahrten waren ursprünglich wegen der Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz eingestellt worden. Die Rückkehr könnte mittelfristig die Kosten senken, da die Umfahrung um Afrika erhebliche Mehrkosten verursacht.
Die Aktie reagierte am heutigen Montag dennoch leicht positiv und legte via XETRA zeitweise 0,42 Prozent auf 120,30 Euro zu. Offenbar hatten Anleger mit noch schlechteren Zahlen gerechnet. Die testierten Geschäftszahlen und der Ausblick auf 2026 werden am 26. März veröffentlicht. Dann dürfte sich zeigen, ob die Gemini-Synergien tatsächlich greifen und die Rückkehr ins Rote Meer Früchte trägt.
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