Hapag-Lloyd Aktie: Übernahme-Coup mit Haken

Hapag-Lloyd verhandelt über die Akquisition von Zim, doch die Zustimmung der israelischen Regierung mit ihrem Sonderrecht ist entscheidend für den Erfolg des Deals.

Hapag-Lloyd Aktie
Kurz & knapp:
  • Fortgeschrittene Verhandlungen über Zim-Übernahme
  • Israelische Goldene Aktie als mögliches Vetorecht
  • Deal nach schwachem Geschäftsjahr 2025
  • Marktposition von Hapag-Lloyd würde gestärkt

Hapag-Lloyd macht Ernst: Die Hamburger Containerreederei steht kurz vor der Übernahme des israelischen Konkurrenten Zim Integrated Shipping Services. Der Vorstand bestätigte am Sonntag fortgeschrittene Verhandlungen über den Erwerb sämtlicher Anteile. Doch bis zur Unterschrift ist es noch ein weiter Weg – und eine entscheidende Hürde könnte den Deal noch kippen.

Bindende Vereinbarungen gibt es bisher nicht. Die erforderlichen Zustimmungen von Vorstand, Aufsichtsrat und den beteiligten Gremien der Vertragspartner stehen noch aus. Auch über den Kaufpreis schweigen sich beide Seiten aus. Die Hapag-Lloyd-Aktie reagierte verhalten und notierte im XETRA-Handel zeitweise 0,42 Prozent tiefer bei 119,90 Euro.

Israels goldene Aktie als Stolperstein

Der Knackpunkt liegt in Tel Aviv: Der israelische Staat hält eine sogenannte „Golden Share“ an Zim – ein Sonderrecht in der Satzung, das ihm bei strategischen Entscheidungen wie Eigentümerwechseln ein Vetorecht einräumt. Zim gilt als strategisches Asset für Israel, der Hauptsitz liegt in der Hafenstadt Haifa. Ohne grünes Licht aus Jerusalem läuft nichts.

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Um die regulatorischen Hürden zu senken, holt Hapag-Lloyd Verstärkung ins Boot: Der israelische Private-Equity-Fonds FIMI Opportunity Funds soll in die Transaktion eingebunden werden. Ein kluger Schachzug, um den Deal für die israelische Regierung schmackhafter zu machen. Dennoch bleiben Zustimmungen der Zim-Aktionäre und weiterer Aufsichtsbehörden erforderlich.

Timing nach schwachem Jahr

Der Übernahmeversuch kommt zu einem interessanten Zeitpunkt: Hapag-Lloyd hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften müssen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei vorläufig einer Milliarde Euro – ein Rückgang von 1,6 Milliarden Euro gegenüber 2024, als das EBIT noch bei 2,6 Milliarden Euro gestanden hatte. Gesunkene Frachtraten belasteten das Ergebnis massiv.

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Zim ist seit 2021 an der New Yorker Börse notiert und betreibt ein weltweites Netzwerk von Seerouten mit eigener Containerflotte. Der Zusammenschluss würde Hapag-Lloyd, bereits Deutschlands größte Containerreederei nach Transportmenge, weiter stärken und die Marktposition im globalen Wettbewerb ausbauen.

Die klassische Deal-Story also: viel Potenzial, aber ebenso viele Fragezeichen. Bis alle Hürden genommen sind, kann sich die Lage jederzeit drehen. Anleger sollten die nächsten Wochen aufmerksam verfolgen – die Entscheidung Israels wird den Ausschlag geben.

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