Zwei Faktoren treffen gerade zusammen und geben der Heidelberg-Materials-Aktie neuen Schwung: ein Entspannungssignal aus dem Nahen Osten und überraschend beruhigende Nachrichten zum europäischen Emissionshandel. Der Titel legt heute rund 3,5 Prozent auf 171,90 Euro zu und gehört damit zu den stärksten Werten im DAX.
Dabei klafft zwischen aktuellem Kurs und dem Rekordhoch von fast 242 Euro aus Ende Januar noch eine beträchtliche Lücke — rund ein Drittel des Wertes ist in den vergangenen Wochen weggeschmolzen.
Emissionshandel: Weniger Änderung als befürchtet
Ein Großteil des Drucks auf die Aktie stammte zuletzt aus der Sorge, dass die EU das Emissionshandelssystem ETS grundlegend abschwächen könnte. Hintergrund: Unternehmen forderten Erleichterungen, um im internationalen Wettbewerb nicht benachteiligt zu werden. Für Heidelberg Materials wäre das ein Problem — der Konzern hat sich als Vorreiter bei der CO2-Abscheidung im Produktionsprozess positioniert und profitiert von einem funktionierenden Preissignal für Emissionen.
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Im Nachgang eines EU-Gipfeltreffens zeichnet sich nun laut einem Citigroup-Analysten eher eine Feinabstimmung als ein Systemumbau ab. Das nimmt ein erhebliches Preisrisiko für den Zementmarkt aus dem Spiel. Bereits Mitte dieser Woche hatte eine Morgan-Stanley-Analystin die ETS-Sorgen als übertrieben bezeichnet und die Bewertung der Aktie als attraktiv eingestuft.
Nahost-Kriegsgeschehen gibt Sektor Auftrieb
Parallel dazu beflügeln Aussagen aus Israel den gesamten Bau- und Baustoffsektor. Netanjahu erklärte, der Iran sei militärisch so geschwächt wie nie — er könne weder Uran anreichern noch ballistische Raketen herstellen. Das reicht den Märkten vorerst als Hoffnungsschimmer.
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Der Stoxx Europe 600 Construction & Materials klettert heute um 1,6 Prozent und ist damit der stärkste Branchenindex in Europa. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hatte der Sektor in der Spitze knapp 14 Prozent verloren. Auch HOCHTIEF profitiert von der Stimmungsaufhellung und legt rund 1,2 Prozent auf 402,40 Euro zu.
Ob die heutige Bewegung mehr als eine technische Gegenbewegung ist, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die geopolitische Lage in den kommenden Wochen entwickelt. Neue iranische Angriffe auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten sowie Berichte über zusätzliche US-Truppenbewegungen in der Region mahnen zur Vorsicht. Der Weg zurück zum Januarrekord ist noch lang.
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