Der niederländische Bierkonzern verliert seinen Kapitän – und die Börse reagiert prompt. Die Heineken-Aktie stürzte am Montag um knapp 6 Prozent ab und notierte bei 65,94 Euro. Was ist passiert?
Dolf van den Brink tritt nach nicht einmal sechs Jahren als CEO zurück. Offiziell heißt es, die Trennung sei einvernehmlich. Doch der Zeitpunkt lässt aufhorchen: Gerade erst im Oktober 2025 hatte van den Brink die neue Konzernstrategie „EverGreen 2030“ vorgestellt. Kaum drei Monate später ist Schluss. Das riecht nach Ungeduld im Aufsichtsrat.
Turbulente Jahre hinterlassen Spuren
Van den Brink übernahm die Führung 2020 – mitten in der Corona-Krise. Seither kämpfte der Konzern mit wirtschaftlichen Turbulenzen, politischen Unsicherheiten und einem schwierigen Marktumfeld. Die Aktie spiegelt diese Durststrecke wider: Vom Höchststand bei 106,30 Euro im Mai 2023 ging es 40 Prozent bergab bis auf unter 64 Euro im Januar 2025.
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Der Aufsichtsrat unter Leitung von Peter Wennink dankt dem scheidenden CEO zwar für seine Verdienste. Doch zwischen den Zeilen wird deutlich: Man will jetzt frischen Wind. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits. Bis zum 31. Mai 2026 bleibt van den Brink noch im Amt, danach steht er weitere acht Monate als Berater zur Verfügung.
Kommt die Trendwende?
Die Frage für Anleger: War van den Brink das Problem oder sind es die Rahmenbedingungen? Der neue CEO wird nicht nur die ambitionierte 2030-Strategie umsetzen müssen, sondern auch mit steigenden Rohstoffkosten, veränderten Konsumgewohnheiten und zunehmendem Wettbewerbsdruck klarkommen.
Die Marke testet derzeit erneut die kritische Zone um 60 Euro. Solange kein Nachfolger präsentiert wird und keine konkreten Zeichen einer operativen Verbesserung sichtbar werden, dürfte die Aktie in dieser Spanne verharren. Die Bären haben das Heft fest in der Hand.
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