Die Heineken-Aktie legte am Mittwoch um 4,4 Prozent zu, nachdem der niederländische Braukonzern einen drastischen Stellenabbau ankündigte. Bis zu 6.000 Arbeitsplätze sollen in den kommenden zwei Jahren weltweit wegfallen – eine Maßnahme, die Anleger zunächst positiv aufnahmen. Doch kann diese Sparvariante die fundamentalen Probleme des zweitgrößten Bierbrauers der Welt wirklich lösen?
Schwache Zahlen trüben das Bild
Die am Mittwoch vorgelegten Geschäftszahlen für 2025 zeigen das Dilemma: Der Nettoumsatz sank um 3,6 Prozent auf 28,8 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen ging um 1,2 Prozent zurück, wobei das konsolidierte Volumen sogar um 2,1 Prozent fiel. Der Betriebsgewinn schrumpfte um 3,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Einzig der bereinigte Nettogewinn (BEIA) konnte mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ein leichtes Wachstum verzeichnen.
Für 2026 stellt Heineken ein operatives Gewinnwachstum von lediglich zwei bis sechs Prozent in Aussicht – eine deutliche Zurückhaltung gegenüber früheren Erwartungen. Analysten rechnen nicht vor 2027 mit einer Rückkehr zu einem soliden mittleren einstelligen Volumenwachstum, das Investoren erwarten würden.
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Schwieriges Erbe für neuen Chef
Die Herausforderungen für den noch unbekannten Nachfolger von CEO Dolf van den Brink, der im Juni seinen Posten räumt, sind immens. Van den Brink hatte das Unternehmen sechs Jahre lang geführt, doch zuletzt wuchs die Unzufriedenheit der Investoren angesichts sinkender Bierverkäufe. Sein Nachfolger muss eine im Oktober angekündigte Strategie umsetzen, die höhere Bierverkäufe mit weniger Ressourcen verspricht – ein schwieriges Unterfangen.
Experten sehen Heineken bei der Kosteneffizienz hinter dem Erzrivalen Anheuser-Busch InBev zurück. Zwar hat der Konzern Einsparungen von 500 Millionen Euro jährlich zugesagt, doch Investoren fordern, dass mehr davon im Ergebnis landet. Gleichzeitig warnen Beobachter davor, an den falschen Stellen zu sparen – ohne gezielte Investitionen wird Heineken kaum von einer Nachfrageerholung profitieren können.
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Strukturprobleme bleiben bestehen
Neben dem Kostenthema steht die Frage im Raum, ob Heineken zu viele Brauereien betreibt, besonders in reifen Märkten wie Europa, wo das Wachstumspotenzial begrenzt ist. Hinzu kommen fundamentale Branchentrends: Jüngere Generationen trinken weniger Alkohol, und neue Risiken wie der Aufstieg von Abnehmmedikamenten könnten die Nachfrage zusätzlich dämpfen.
Die Bewertung der Heineken-Aktie hat seit 2021 deutlich stärker gelitten als die der Wettbewerber. Während die gesamte Brauereibranche unter gesunkenen Gewinnerwartungen leidet, sticht Heineken negativ hervor. Der neue CEO wird nicht nur operative Verbesserungen liefern müssen, sondern auch das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen – trotz politischer Unsicherheiten und schwachen Konsumklimas. Die 6.000 gestrichenen Stellen sind nur der Anfang einer längst überfälligen Sanierung.
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