Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern hat ein Übernahmeangebot für den US-amerikanischen Haarpflegehersteller Olaplex Holdings eingereicht. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Gespräche könnten bereits innerhalb weniger Wochen zu einem Abschluss führen – oder auch scheitern.
Die Reaktion an der Börse ließ nicht auf sich warten: Die Olaplex-Aktie schoss am Mittwoch um über 22 Prozent nach oben auf 1,65 Dollar. Der Börsenwert des Unternehmens liegt damit bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar, umgerechnet gut 900 Millionen Euro. Eine überschaubare Summe für Henkel, die jedoch eine strategische Bedeutung haben könnte.
Premium-Segment im Visier
Warum ausgerechnet Olaplex? Das Unternehmen hat sich auf hochpreisige Haarpflegeprodukte spezialisiert, die beschädigtes Haar reparieren sollen. Für Henkel, das bereits Marken wie Schwarzkopf im Portfolio hat, könnte dies eine Verstärkung im Premium-Segment bedeuten. Der Zeitpunkt erscheint günstig: Seit dem Börsengang 2021 hat Olaplex mehr als 90 Prozent seines Wertes eingebüßt.
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Mit fast 75 Prozent der Anteile ist die Beteiligungsgesellschaft Advent International der dominierende Anteilseigner bei Olaplex. Diese Konstellation könnte die Verhandlungen erleichtern – oder komplizierter machen, je nachdem, welche Preisvorstellungen die Private-Equity-Gesellschaft mitbringt.
Noch keine Entscheidung gefallen
Eine finale Entscheidung steht noch aus. Die Verhandlungen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, könnten aber auch ohne Ergebnis enden. Henkel äußerte sich bislang nicht zu den Spekulationen. Der Konzern hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass er bereit ist, für strategisch wichtige Akquisitionen in die Tasche zu greifen.
Die Frage bleibt: Kann Henkel mit diesem Zukauf die eigene Position im US-Markt nachhaltig stärken? Olaplex bringt zwar eine etablierte Marke mit, kämpft jedoch selbst mit Herausforderungen. Der stark gefallene Aktienkurs deutet auf Probleme hin, die auch ein neuer Eigentümer erst lösen müsste.
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