Hensoldt liefert noch in diesem Jahr 50 Küstenüberwachungsradare an den britischen Systemintegrator SRT Marine System Solutions — und zeigt damit, dass maritime Sensorik weit mehr ist als ein Nischengeschäft.
Zwei Verträge, ein klarer Auftrag
Die britische Tochtergesellschaft Hensoldt UK hat zwei Lieferverträge mit SRT abgeschlossen. Im Kern geht es um Radarsysteme auf Basis der SharpEye-Transceiver-Technologie — ein Festkörper-Design, das laut Unternehmen besonders wartungsarm und zuverlässig unter wechselhaften Küstenbedingungen arbeitet. Die Systeme werden in SRTs Maritime-Domain-Awareness-Lösungen integriert und in mehreren Küstenregionen weltweit eingesetzt. Grenzschutz, Fischereiüberwachung und Seenotrettung sind die typischen Anwendungsfelder.
Alle 50 Einheiten sollen bis Ende 2026 ausgeliefert werden. Die Umsätze aus dem Projekt dürften damit noch im laufenden Geschäftsjahr wirksam werden.
Maritime Sensorik als eigenständiges Standbein
Der Auftrag hat eine strategische Dimension. Europäische Verteidigungsbudgets fließen derzeit überwiegend in Land- und Luftsysteme — Hensoldt verbreitert sein Portfolio gezielt in Richtung spezialisierter maritimer Sensorik. SRT-CEO Simon Tucker betonte, dass MDA-Deployments weltweit rasant zunehmen, weil Staaten eigenständige Küstenüberwachungskapazitäten aufbauen wollen.
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Das passt zum Gesamtbild: Hensoldts Auftragsbestand liegt bei 8,8 Milliarden Euro — ein Plus von rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,9x signalisiert, dass neue Aufträge deutlich schneller eingehen als bestehende abgearbeitet werden.
Lieferkette bereits gesichert
Um die steigende Auslastung abzufedern, hat Hensoldt einen Liefervertrag mit United Monolithic Semiconductors geschlossen: Bis 2030 liefert der Partner 900.000 Gallium-Nitrid-Halbleiter — das Kernmaterial moderner Hochleistungsradare. Die Produktionsbasis für das Wachstum ist damit frühzeitig gesichert.
An der Börse kommt das bislang nicht an. Die Aktie verlor heute knapp 5,7 Prozent auf 76,66 Euro und notiert damit rund 33 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro. Das operative Bild und die Kursentwicklung klaffen derzeit deutlich auseinander.
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