Die Anteilsscheine des Rüstungskonzerns Hensoldt brechen am Donnerstag regelrecht ein. Gestern vorgelegte Geschäftszahlen enttäuschten die Anleger – und schicken den ohnehin angeschlagenen Titel weiter auf Talfahrt. Dabei sollte das Unternehmen eigentlich von massiven westlichen Investitionen in Verteidigungstechnologie profitieren. Doch die Zahlen lassen eine andere Geschichte erkennen.
Gewinn schwächer als erhofft
Hensoldt hat seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert – und die kamen bei Investoren gar nicht gut an. Der Gewinn fiel leicht schwächer aus als vom Markt erwartet. Zwar kann das Unternehmen mit einem starken Auftragseingang punkten, doch das reicht offenbar nicht, um die Enttäuschung auf der Ertragsseite zu kompensieren. Die Barclays-Analysten unter Afonso Osorio bestätigen ihre neutrale Einschätzung mit einem Kursziel von 97 Euro – und sehen den hohen Auftragsbestand als positiven Ausgleich zur Gewinnschwäche.
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Doch der Markt reagiert härter. Die Aktie gerät massiv unter Druck und setzt damit eine Korrektur fort, die bereits seit Monaten andauert. Vom markanten Hoch bei 117 Euro im Oktober 2025 ist der Titel weit entfernt. Anfang Dezember fand sich die Aktie bereits im Bereich von 65 Euro wieder. Eine zwischenzeitliche Erholung blieb kraftlos – und könnte nun ihr abruptes Ende finden.
Westliche Antimon-Achse ohne Hensoldt-Schub
Dabei sollte Hensoldt eigentlich zu den großen Gewinnern der neuen geopolitischen Ordnung gehören. Experten der Boston Consulting Group und Beratungshäuser wie PwC weisen seit Monaten darauf hin, dass der Westen – angeführt von den USA und Kanada – massive Summen in den Rüstungssektor pumpt. Im Fokus steht dabei die Sicherung kritischer Lieferketten für strategische Rohstoffe wie Antimon, das für moderne Verteidigungstechnologie unverzichtbar ist.
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China hat über Jahre hinweg eine Dominanz in diesem Bereich aufgebaut und zuletzt weitreichende Exportbeschränkungen erlassen. Der Westen baut nun eine autarke Versorgungskette auf – von der Exploration in Kanada über die industrielle Skalierung in den USA bis zur Fertigung von Sensorsystemen in Europa. Hensoldt als Spezialist für Luftraumverteidigung sollte von dieser Entwicklung profitieren. Doch die aktuellen Zahlen zeigen: Der erhoffte Schub lässt auf sich warten.
Die Aktie steht jetzt an einem kritischen Punkt. Nach dem heutigen Kursrutsch droht ein erneuter Test der Unterstützungszone um 65 Euro. Ohne eine deutliche operative Verbesserung dürfte es schwer werden, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
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