Vor den anstehenden Umsatzzahlen wächst die Zurückhaltung am Markt gegenüber Hermès. Mehrere Analysehäuser haben ihre Erwartungen für den Konzern in den vergangenen Tagen nach unten korrigiert. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie sich das künftige Wachstum des Unternehmens gestaltet und ob frühere Annahmen angepasst werden müssen.
Verkaufsempfehlungen belasten die Stimmung
Am Montag stufte UBS die Papiere von Hermès von Neutral auf Verkaufen ab. Die Analysten senkten ihr Zwölf-Monats-Kursziel von 1.695 Euro auf 1.168 Euro. Laut Bloomberg begründete das Institut diesen Schritt mit einer nachlassenden Verknappung sowie einer zunehmend zyklischen Nachfrage.
Der Verweis auf eine schwächere Verknappung und ein zyklischeres Nachfrageverhalten trifft den Kern der aktuellen Debatte. Sollten sich diese Tendenzen verfestigen, könnte dies das Vertrauen der Marktteilnehmer in die künftige Dynamik belasten. Entsprechend aufmerksam verfolgen Anleger die jüngsten Einschätzungen der institutionellen Beobachter.
Am Montag nahm zudem Goldman Sachs die Beobachtung der Aktie mit einer Verkaufsempfehlung auf. Das dortige Kursziel liegt bei 1.350 Euro, begründet mit einem sich verlangsamenden Wachstum. Auch andere Institute passten ihre Marken nach unten an, beließen ihre Einstufungen jedoch überwiegend bei Halten oder Kaufen. Das höchste der jüngst reduzierten Ziele liegt bei 1.700 Euro.
Veröffentlichung der Quartalserlöse rückt näher
Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung versprechen die nächsten offiziellen Unternehmensmeldungen. Medienberichten zufolge wird Hermès am 22. Oktober die Umsatzzahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Dieser Bericht wird an den Handelsplätzen mit Spannung erwartet, da die Daten zeigen dürften, wie sich die Nachfrage in den vergangenen Monaten entwickelt hat.
Die Häufung kritischer Stimmen trifft auf ein ohnehin schwaches Marktumfeld für den Titel. Die Aktie von Hermès notiert aktuell bei 1.266,00 Euro und hat seit dem Jahresanfang 40 Prozent an Wert verloren. Damit notiert der Kurs nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1.255,50 Euro.
Für Marktteilnehmer markiert der anstehende Termin damit eine wichtige Wegmarke. Erst die konkreten Zahlen für das dritte Quartal werden zeigen, ob sich die Skepsis der Analysten bestätigt. Womöglich erweist sich die Geschäftsentwicklung als robuster als von den pessimistischen Stimmen befürchtet.
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