Hexagon Composites ordnet die Bücher neu. Nach einer massiven Kapitalerhöhung im Frühsommer stabilisiert sich die Lage beim norwegischen Spezialisten für Hochdruckbehälter. Der Kurs gab am Freitag zwar um knapp drei Prozent auf 0,8565 Euro nach. Aber das Gröbste scheint überstanden zu sein.

Schuldenlast deutlich reduziert

Die Unternehmensführung hat den finanziellen Druck erfolgreich gesenkt. Durch eine Privatplatzierung und ein Bezugsangebot für Aktionäre sank die Nettoverschuldung erheblich. Pro-forma schrumpften die Verbindlichkeiten von 1,2 Milliarden auf rund 742 Millionen norwegische Kronen. Das schafft Spielraum für Investitionen. Parallel dazu verlängerte das Unternehmen seine Kreditlinien bis in das Jahr 2029.

Margen und neue Märkte

Nun rückt die operative Leistung wieder in den Vordergrund. Im August veröffentlicht Hexagon die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Marktbeobachter achten dabei besonders auf die EBITDA-Marge. Im ersten Quartal lag diese bei 8,5 Prozent. Kann das Unternehmen diese Profitabilität stabilisieren?

Das Vertrauen der Investoren kehrt allmählich zurück. Seit Jahresbeginn legte der Titel bereits um gut 34 Prozent zu. Allerdings notiert das Papier weiterhin fast 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der Markt wartet nun auf den Beleg für eine dauerhafte operative Wende.

Besonders das Segment „Mobile Pipeline“ liefert derzeit Wachstumsimpulse. Der enorme Energiebedarf großer Rechenzentren treibt die Nachfrage nach mobilen Lösungen für komprimiertes Erdgas an. Hinzu kommen erste Erfolge in der Luft- und Raumfahrt. Hier meldete das Unternehmen im laufenden Jahr bereits die ersten Auslieferungen an Kunden.

Der nächste Härtetest folgt im August mit der Vorlage der neuen Quartalszahlen. Ein erneuter positiver freier Cashflow wäre ein wichtiges Signal für die Nachhaltigkeit der Sanierung. Die Finanzmärkte blicken nun auf die Bestätigung der operativen Margen durch das Management.