H&M Aktie: Zukunftsaussichten bewertet

Die schwedische Modekette H&M übertrifft die Erwartungen im Schlussquartal deutlich, profitiert aber vor allem von gesunkenen Kosten. Für das neue Jahr wird ein Umsatzrückgang erwartet.

H&M Aktie
Kurz & knapp:
  • Operatives Ergebnis im Quartal um 38 Prozent gestiegen
  • Kostensenkung durch Filialschließungen und Personalabbau
  • Umsatz in lokalen Währungen leicht im Plus
  • Erwartetes Umsatzminus im laufenden Geschäftsjahr

Die schwedische Modekette hat im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2024/25 die Erwartungen deutlich übertroffen. Das operative Ergebnis schoss in den drei Monaten bis Ende November um 38 Prozent auf 6,36 Milliarden schwedische Kronen (603 Millionen Euro) in die Höhe – Analysten hatten mit erheblich weniger gerechnet.

Verantwortlich für den Gewinnsprung waren vor allem gesunkene Kosten und ein verbessertes Lagermanagement. Der Konzern setzt konsequent auf Verschlankung: Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Zahl der Filialen reduziert und Personal abgebaut. Diese strategische Neuausrichtung zahlt sich aus.

Währungseffekte verhageln die Umsatzbilanz

Für das Gesamtjahr legte der operative Gewinn um gut sechs Prozent auf 18,4 Milliarden Kronen zu. Unter dem Strich standen knapp 12,1 Milliarden Kronen – ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Die Umsatzentwicklung zeichnet ein zwiespältiges Bild: In schwedischen Kronen sank der Erlös um fast drei Prozent auf gut 228 Milliarden Kronen. Die stärkere heimische Währung belastete die Zahlen erheblich. Gerechnet in lokalen Währungen erwirtschaftete die Textilkette dagegen ein Umsatzplus von rund zwei Prozent.

Verhaltener Start ins neue Geschäftsjahr

Doch die Euphorie ist verflogen. Für die Wochen von Anfang Dezember bis Ende Januar wird ein Umsatzminus in lokalen Währungen von zwei Prozent erwartet. Der Konzern führt dies auf einen starken Black-Friday-Effekt zurück – die Sonderangebote Ende November hatten für außergewöhnlich hohe Umsätze gesorgt. Zudem fällt das chinesische Neujahresfest dieses Jahr in den Februar, was die Vergleichsbasis verschiebt.

Die Frage bleibt: Kann die Kostenkontrolle die schwächelnde Umsatzdynamik dauerhaft ausgleichen? Der schwedische Moderiese hat gezeigt, dass er seine Marge verteidigen kann. Doch ohne Wachstumsfantasie dürfte es schwer werden, Investoren langfristig zu begeistern.

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Über Dieter Jaworski 1340 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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