Vietnams Industriemotor läuft auf Hochtouren, allerdings wird der Treibstoff teuer. Während das BIP im ersten Quartal um beeindruckende 7,83 % zulegte, kämpfen die Hersteller mit den massivsten Kostensteigerungen seit 15 Jahren. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten wirken aktuell wie ein Bremsklotz für die exportorientierte Wirtschaft des Landes.
Zweigeteilte Erholung in der Industrie
Die jüngste Börsensitzung am Freitag verdeutlichte die angespannte Lage am Handelsplatz in Hanoi. Der HNX Index bewegte sich volatil um die Marke von 251,91 Punkten. Zwar stieg der industrielle Output im ersten Quartal um 9,7 %, getrieben durch einen Boom bei Elektronikexporten, jedoch kühlte sich die Stimmung zuletzt merklich ab. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im März auf 51,2 Punkte, nachdem er im Februar noch bei 54,3 gelegen hatte. Dies deutet darauf hin, dass der Schwung bei den Exportaufträgen nachlässt, während die Produktionskosten steigen.
Besonders deutlich wurde diese Divergenz bei den Einzelwerten. Unternehmen, die direkt im Energiesektor tätig sind, profitierten von der globalen Unsicherheit, während klassische Industrietitel unter Gewinnmitnahmen litten.
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Die Kursbewegungen am Freitag im Überblick:
* PVS (Petrovietnam Technical Services): +5,60 % auf 39.600 VND
* IDC (Idico Corporation): -0,62 % auf 48.400 VND
* CEO Group: -1,16 % auf 17.100 VND
* SHS (Saigon-Hanoi Securities): -0,56 % auf 17.900 VND
* MBS (MB Securities): -0,95 % auf 20.800 VND
Der Kurssprung bei PVS unterstreicht, dass Dienstleister im Öl- und Gassektor derzeit als Profiteure der Energiekrise gelten, während die verarbeitende Industrie die Zeche in Form höherer Strom- und Rohstoffpreise zahlt.
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Charttechnik: Kampf um die psychologische Marke
Technisch gesehen befindet sich der HNX Index in einer Konsolidierungsphase. Die Marke von 250 Punkten fungiert derzeit als wichtiger psychologischer Boden. Am Freitag schloss der Index mit 251,91 Punkten nur knapp darüber. Sollte diese Unterstützung fallen, rückt der nächste Bereich bei 245 Punkten in den Fokus. Auf der Oberseite deckelt der Widerstand bei 255 Punkten weitere Ausbruchsversuche. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist in die neutrale Zone um 50 zurückgekehrt, was darauf hindeutet, dass die vorangegangene Erleichterungsrally vorerst an Kraft verloren hat.
Ausblick auf die neue Handelswoche
Ab Montag, dem 13. April 2026, wird die Aufmerksamkeit der Anleger auf den Ergebnissen der Gespräche zwischen den USA und dem Iran liegen. Ein diplomatischer Fortschritt könnte den Druck auf die Energiepreise lindern und damit die Margen der vietnamesischen Hersteller entlasten.
Können die neuen Investitionsanreize in Ho-Chi-Minh-Stadt, die eine Erteilung von Zertifikaten innerhalb von nur 15 Tagen versprechen, den Abwärtstrend beim Einkaufsmanagerindex stoppen? Diese neue Politik soll vor allem industrielle Entwickler stützen. Parallel dazu bleibt die Inflationsrate ein Risikofaktor: Mit einem Anstieg des CPI auf 4,7 % im März wächst der Druck auf die vietnamesische Zentralbank, die Zinspolitik zu straffen, was die Finanzierungskosten für kapitalintensive Industriebetriebe weiter erhöhen könnte. Die Wachstumsprognose der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) von 7,2 % für das Gesamtjahr 2026 bietet jedoch weiterhin ein fundamentales Sicherheitsnetz.
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