Sorgen um den KI-Megatrend belasten Hochtief nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen. dpa-AFX führt die Nervosität auf diese Bedenken sowie auf eine mögliche strengere US-Regulierung für Rechenzentren nach den US-Zwischenwahlen zurück. Die Aktie fällt heute in diesem Umfeld um 4,8%.

Hochtief bestätigt den Jahresausblick

Hochtief bestätigte heute für 2026 die Prognose eines operativen Nettogewinns von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro. Zum Ende September erreichte der Auftragsbestand nach Unternehmensangaben einen Rekordwert von 90 Milliarden Euro.

Für das dritte Quartal 2026 meldete Hochtief einen Umsatzanstieg um 22,3 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Der operative Konzerngewinn erhöhte sich im selben Berichtsquartal um 48,8 Prozent auf 271,9 Millionen Euro.

Für Januar bis September 2026 bezifferte das Unternehmen den operativen Konzerngewinn auf 752 Millionen Euro. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Jefferies erwartet Abkühlung im Schlussquartal

Jefferies beließ Hochtief heute auf „Hold“ und bestätigte das Kursziel von 493 Euro. Analyst Graham Hunt stellte dem starken dritten Quartal den unveränderten Jahresausblick gegenüber. Dieser impliziere eine Abkühlung im Schlussquartal, schrieb er in seiner Einschätzung. Seine Bewertung verbindet damit die starke Entwicklung des Berichtsquartals mit der vorsichtigeren Erwartung für den verbleibenden Jahresabschnitt.

Ein weiterer Termin ist der 12. November 2026: ACS will dann Quartalszahlen veröffentlichen und einen Kapitalmarkttag veranstalten. Laut Deutsche Bank Research könnten dabei auch Informationen zu gemeinsamen Geschäftsbereichen wie Turner und Cimic folgen. Das Analysehaus hält zudem Angaben zu mittelfristigen Zielen für möglich.