Die Aktie des Baukonzerns Hochtief hat sich heute vom Freitag erreichten Rekordhoch bei 414 Euro entfernt. Der Kurs rutschte um 1,6 Prozent auf 398,20 Euro ab. Verantwortlich dafür ist eine Abstufung durch die spanische Bank Santander, die ihre Bewertung von „Outperform“ auf „Neutral“ senkte. Doch ist die Erfolgsgeschichte damit vorbei?
Trotz des Rückschlags liegt das Plus seit Jahresbeginn bei über 18 Prozent. Damit gehört Hochtief weiterhin zu den zehn erfolgreichsten Titeln im MDAX. Die beeindruckende Rallye begann während der Corona-Pandemie, als die Aktie unter 50 Euro notierte – seither hat sie sich mehr als verachtfacht. Den größten Schub erhielt der Kurs im Sommer 2025, nachdem der Entwurf für ein umfangreiches Infrastrukturprogramm beschlossen wurde.
Santander warnt vor überzogenen Erwartungen
Analyst Mariano Miguel von Santander begründet seine Abstufung damit, dass der Aktienkurs bereits ein „sehr rosiges Szenario“ für die US-Tochter Turner und den Konzern selbst einpreise. Diese optimistischen Erwartungen ließen sich aktuell noch nicht untermauern. Seit Miguel im August 2025 die Bewertung aufgenommen hatte, hat sich der Kurs mehr als verdoppelt – deutlich stärker als von ihm erwartet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hochtief?
Zwar hob der Analyst nach den am Donnerstag vorgelegten starken Quartalszahlen seine Gewinnschätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 erneut an und schraubte sein Kursziel von 300 auf 324 Euro nach oben. Doch diese Anhebung reiche nicht mehr aus, um eine Kaufempfehlung zu rechtfertigen, so Miguel.
Dennoch zeigte sich der Santander-Experte beeindruckt vom Auftragseingang bei Turner Construction, der im vierten Quartal um 120 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zulegte. Auch die Aussagen von Vorstandschef Juan Santamaria Cases lobte er als optimistisch. Dieser rechnet konservativ geschätzt mit einem Umsatzbeitrag von Turner im Bereich Rechenzentren von 25 Milliarden Dollar für 2029 oder 2030.
Bank of America bleibt bullish
Ganz anders sieht es Analyst Marcin Wojtal von der Bank of America. Er bekräftigte seine „Buy“-Empfehlung und erhöhte das Kursziel deutlich von 396 auf 460 Euro. Damit liegt nur noch die französische BNP Paribas höher, die ihr Ziel auf 469 Euro angehoben hatte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hochtief?
Wojtal bewertet die Aktienstory weiterhin als „intakt“ und rechnet mit weiteren positiven Überraschungen. Der Ausblick für 2026 sei solide – und noch wichtiger: Er erscheine auch darüber hinaus belastbar. Für die US-Tochter Turner prognostiziert Hochtief ein Wachstum beim Vorsteuerergebnis von 25 bis 30 Prozent im laufenden Jahr. Der BofA-Experte verweist darauf, dass der Konzern bislang stets konservative Prognosen abgegeben und diese dann übererfüllt habe.
Starke Zahlen für 2025
Die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 unterstreichen die positive Entwicklung. Der Umsatz stieg um fast 15 Prozent auf 38,2 Milliarden Euro, während der operative Konzerngewinn sogar um 26 Prozent auf 789 Millionen Euro kletterte. Für 2026 peilt das Management einen operativen Gewinn zwischen 950 und 1.025 Millionen Euro an.
Besonders bemerkenswert ist der Auftragseingang, der um satte 25,8 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro zulegte. Angesichts dieser starken Auftragslage erscheint die Prognose für 2026 eher vorsichtig kalkuliert – was den Spekulationen über weitere positive Überraschungen zusätzlichen Raum gibt.
Hochtief-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hochtief-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Hochtief-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hochtief-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Hochtief: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


