Explosives Gewinnwachstum trifft auf einen herben Rücksetzer an der Börse. Während die Aktie von Hua Hong Semiconductor seit Jahresbeginn fast 95 Prozent zulegte, verliert sie heute knapp zehn Prozent. Hinter den Kulissen treibt Chinas zweitgrößter Chip-Auftragsfertiger derweil eine massive Expansion voran.
Gewinn vervielfacht
Hua Hong meldet für das erste Quartal 2026 einen Nettogewinn von 20,9 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Sprung von rund 458 Prozent. Der Umsatz kletterte parallel dazu um 22,2 Prozent auf 660,9 Millionen US-Dollar. Hohe Auslastungen bei Mikrocontrollern und Speicherprodukten trieben das Ergebnis.
Die Prognose für das laufende Quartal bleibt optimistisch. Das Management erwartet Erlöse zwischen 690 und 700 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge soll sich dabei auf bis zu 16 Prozent verbessern.
Ausbau in Wuxi
Ein Kernpunkt der Strategie ist die Erweiterung des Standorts Wuxi. Hua Hong investiert sechs Milliarden US-Dollar in neue Kapazitäten. Das Ziel: Die Fabrik 9A soll im dritten Quartal 2026 unter Volllast laufen.
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Der Fokus verschiebt sich dabei auf modernere Verfahren für die Automobilbranche. Das Unternehmen produziert verstärkt Chips mit 28 Nanometern. Indes steuern größere 12-Zoll-Wafer bereits über 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Strategische Übernahme
Um die Marktposition zu festigen, kauft Hua Hong für über acht Milliarden Yuan eine Mehrheitsbeteiligung an Shanghai Huali Microelectronics. Der Abschluss ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Analysten von Goldman Sachs bestätigen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 152 Hongkong-Dollar.
Am 28. Mai markierte die Aktie bei 19,80 Euro noch ein neues Jahreshoch. Der heutige Rücksetzer auf 17,91 Euro ändert wenig an der langfristigen Ausrichtung. Mit der Spezialisierung auf Siliziumkarbid-Chips besetzt Hua Hong eine Schlüsselrolle in Chinas Streben nach technologischer Unabhängigkeit.
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