RideScan, die Portfoliogesellschaft von Humanoid Global Holdings, kommt bei der kommerziellen Validierung ihrer Robotik-Sicherheitstechnologie voran. Das Unternehmen hat eine Vertraulichkeitsvereinbarung mit einem etablierten japanischen Technologiekonzern unterzeichnet. Aktuelle Gespräche drehen sich um eine mögliche Zusammenarbeit – inklusive technischer Evaluierung vor Ort und gemeinsamer Vermarktungsaktivitäten für den japanischen Markt. Ob daraus ein endgültiger Vertrag wird, ist offen.
Testlauf auf mehreren Plattformen
Parallel zu den Japan-Verhandlungen läuft RideScan-Technologie auf mehreren Robotik-Plattformen gleichzeitig. Das Ziel: nachweisen, dass die Systeme hardwareunabhängig funktionieren. Ergebnisse dieser Multitest-Phase werden in Kürze erwartet.
Erfolgreich verlief bereits ein Test bei Universal Robots (UR) in Sheffield. RideScan zeigte dort Kompatibilität mit URs neuester PolyScope-X-Plattform. Schon im Dezember hatte das Unternehmen die Integration mit älteren UR-Robotern bestätigt. Das UR-Team in Sheffield signalisierte Interesse an einer Vorstellung bei den kommerziellen und Partnerschaftsabteilungen.
Shahab Samimi, CEO von Humanoid Global, wertet die Entwicklung als weiteren Beleg für RideScans Potenzial im weltweiten Robotik-Ökosystem.
Milliardenmarkt in Sicht
Der Markt für humanoide Roboter wächst rasant. Schätzungen beziffern sein Volumen für 2026 auf rund 5,4 Milliarden US-Dollar. Bis 2035 könnte der Markt auf über 50 Milliarden Dollar anwachsen – ein jährliches Wachstum von gut 28 Prozent. Treiber sind Investitionen in menschenzentrierte Automatisierung für komplexe Aufgaben in Fertigung, Lagerhaltung, Gesundheitswesen und Bildung.
Humanoid Global positioniert sich als Investmentplattform für genau dieses Ökosystem – mit Fokus auf Software, Hardware und Schlüsseltechnologien.
Die Aktie notiert am Donnerstag bei 0,25 Euro, ein Minus von gut 10 Prozent zum Vortagesschluss. Auf Sicht von 30 Tage steht ein Plus von fast 35 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt der Titel allerdings rund 50 Prozent im Minus. Die kurzfristige Erholung von ihrem Rekordtief bei 0,13 Euro im Juni zeigt: Anleger setzen auf die Robotik-These. Die Volatilität von über 150 Prozent bleibt riskant – jede Nachricht kann die Kurse heftig bewegen.
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