Husqvarna: Lischka wird Chief Technology Officer

Die Husqvarna-Aktie verharrt in einer Konsolidierungszone, während die Berufung eines neuen Technikchefs bei KTM Hoffnung auf frische Impulse macht.

Husqvarna AB Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie bewegt sich seitwärts
  • Neuer Technikchef bei KTM
  • Rennerfolge als Marketinginstrument
  • Abwärtsrisiko bei 3,15 Euro

Kursplus von 0,79 Prozent – mehr war am Dienstag für die Husqvarna-Aktie nicht drin. Bei 3,83 Euro notiert das Papier, das seit Jahresbeginn gut zehn Prozent verloren hat. Das 52-Wochen-Tief von 3,15 Euro liegt noch immer rund 22 Prozent unter dem aktuellen Niveau, das 52-Wochen-Hoch von 4,54 Euro ist dagegen über 15 Prozent entfernt.

Die Aktie dümpelt seit Wochen seitwärts. Der 50-Tage-Durchschnitt von 3,86 Euro wird knapp verfehlt. Der RSI von 44,8 signalisiert weder Überkauft noch Überverkauft – ein Bild der Konsolidierung.

Neuer Technikchef im Konzern

Ein Personalkonzern könnte für Bewegung sorgen. KTM, Schwester im Pierer-Imperium, hat Christof Lischka zum Chief Technology and Product Officer berufen. Der Branchenveteran kommt von BMW Motorrad und bringt 30 Jahre Erfahrung mit.

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Ab Oktober verantwortet Lischka die Forschung und Entwicklung für die Marken KTM, Husqvarna und GasGas. Ziel: die Produktentwicklung straffen und Innovationszyklen verkürzen. Ein Signal, dass technische Führung in der gesamten Gruppe neu gedacht wird.

Rennerfolge als Werbung

Die Rennstrecke bleibt der beste Showroom für Husqvarna-Technik. Beim MXGP in Lettland am 7. Juni landete Kay de Wolf auf Platz zwei der MXGP-Wertung. Liam Everts wurde Sechster in der MX2-Klasse. Solche Ergebnisse halten die Marke im Gespräch und demonstrieren Belastbarkeit unter Höchstlast.

Die Volatilität von knapp 29 Prozent zeigt, dass die Aktie in beide Richtungen heftige Bewegungen kennt. Die entscheidende Frage ist, ob Lischkas Berufung den Produktzyklus tatsächlich beschleunigt. Konkrete Produktankündigungen stehen noch aus. Ohne sie bleibt die Aktie in ihrer Konsolidierungszone gefangen – mit Abwärtsrisiko bei 3,15 Euro.

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Über Dieter Jaworski 4793 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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