Der norwegische Wasserstoffspezialist Hydrogenpro hat seine jüngste Kapitalerhöhung formal abgeschlossen. Das Grundkapital ist nun auf rund 2,51 Millionen Norwegische Kronen aufgeteilt, verteilt auf 125,5 Millionen Aktien. Die Eintragung beim norwegischen Unternehmensregister erfolgte am 25. Juni.

Parallel dazu gab das Unternehmen 15,99 Millionen Aktien an Andritz AG zurück. Diese Papiere hatte Andritz für die Abwicklung der Privatplatzierung zur Verfügung gestellt. Sie entsprechen knapp 12,74 Prozent aller ausgegebenen Aktien und Stimmrechte.

Die Rückgabe erfolgte unmittelbar nach der Registereintragung.

Frisches Kapital, drastischer Kursverfall

Die Privatplatzierung brachte Hydrogenpro rund 15 Millionen Norwegische Kronen ein. 30 Millionen neue Aktien wurden zu 0,50 Kronen pro Stück platziert. Das Geld soll die Liquidität stärken und allgemeine Unternehmenszwecke finanzieren.

Ursprünglich hieß es, ein bestehender Aktionär sei beteiligt. Das Unternehmen korrigierte später: Nur neue Investoren zeichneten die Papiere.

Eine mögliche Folgeplatzierung von bis zu 12,76 Millionen Aktien zum gleichen Preis steht noch aus. Voraussetzung: die abgeschlossene Privatplatzierung und ein Beschluss des Verwaltungsrats.

Kurs mit 83 Prozent unter Jahreshoch

Die Aktie notiert am Freitag bei 0,07 Euro und verliert damit weitere 9,22 Prozent. Die Verluste der vergangenen sieben Tage summieren sich auf fast 67 Prozent, auf Monatssicht sogar auf mehr als 76 Prozent.

Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 0,41 Euro — gemessen daran ist der Kurs 84 Prozent gefallen. Das Zwischentief von 0,06 Euro wurde am Mittwoch markiert. Der relative Stärkeindex (RSI 14) steht bei 23,1 Punkten, was technisch auf überverkaufte Niveaus hindeutet.

Der Markt quittiert die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung mit einem Ausverkauf. Hydrogenpro kämpft mit sinkender Liquidität und einem Vertrauensverlust, der mit jedem Kursrutsch größer wird.